Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Doppelpack

Unaufhaltsam nähert sich die Irakkrise einem Höhepunkt, deren genaues Sein noch niemand kennt. Krieg liegt in der Luft, wenngleich die Zahl der Kriegsgegner größer zu sein scheint als die der Krieger. Die Anstrengungen, den Waffengang zu verhindern sind beachtlich. Aber im Fokus der Vorgänge steht mit Saddam Hussein ein Ignorant, der alle friedlichen Bemühungen mit Sturheit torpediert. Er spielt für George Bush. Und so scheint ein Waffengang unvermeidlich zu sein.

So oder so ähnlich wird die Lage auf den Ölmärkten gesehen. Das treibt die Preise immer höher hinauf. Der Rohölpreis ist einem Allzeithoch in unseren Charts nicht mehr fern. Rund ein Dollar fehlt ihm noch bis zu der Marke. Dann muss er sich mit den Werten zur Zeit des ersten Golfskriegs vergleichen lassen.

Aber nach dem Motto ?ein Unglück kommt selten allein? ist das nicht der einzige Grund für die hohen Ölpreise. Die Heizölversorgung der nordöstlichen Landesteile in Amerika wird knapp. Die Nachfrage ist dort wetterbedingt hoch und das Angebot ist dort nachschubbedingt niedrig. Aus den Raffinerien kommt nicht genug Heizöl heraus. Die Anlagen laborieren auf einer nicht gerade üppigen Rohölbasis. Die Ausfälle von Venezuela hinterlassen ihre Spuren. Man kann noch nicht von eklatantem Mangel sprechen, aber von einer Grenzsituation.

Das reicht aus, um dem Ölmarkt ein weiteres gewichtiges Argument für unaufhaltsam steigende Preise zu liefern. Die Notierungen für die Produkte Heizöl, Diesel und Benzin steigen noch schneller als die Rohölpreise. Sie werden heute ein Allzeithoch in unseren Charts erreichen.

Heute Morgen geht der Lauf unvermindert weiter. Gasöl kostet derzeit 337,25$ pro Tonne. Es fehlen 0,25$ an der Einstellung des Höchstpreises in unserem Drei-Jahres-Chart.

Unsere Heizölpreise stehen auf Grund des schwachen Dollars besser da. Dennoch können sie sich dem Zug der Zeit nicht entziehen. Sie werden in wenigen Tagen vermutlich die Zwei-Jahres-Höchststände neu festsetzen. Die hohen Heizölpreise führen verständlicherweise zu einer weitverbreiteten Kaufverweigerung. Einige Verbraucher müssen aber, da ihnen der Brennstoff ausgeht, in den sauren Apfel beißen und kaufen. Ihnen sei geraten, damit nicht zu warten. Kurz- bis mittelfristig betrachtet liegt der Verdacht auf der Hand, dass es noch schlimmer kommt.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen