Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Durchhalten und durchschlagen

Der Aufwärtstrend der Ölpreise ist intakt. Aber der Gipfel ist noch nicht wieder erreicht. Auch wenn es keiner merkt, es ist weiterhin Gegenbewegung. Die kommt leider sehr langweilig daher. Statt einen kurzen, knackigen Rücksetzer zu zeigen, dümpeln die Preise eineinhalb Dollar unter dem Gipfel dahin. Beim Dollar sieht die Lage ähnlich aus. Er hält sich mittelmäßig. Weder aus dem Ölmarkt noch über die Schuldenlage der Staaten gibt es Neues zu berichten, was dem Lauf der Notierungen eine entscheidende Wende geben könnte. Die Finanzszene hofft weiterhin auf Chinas langfristigen Öldurst. Solange die Konjunktur dort hoch gehalten wird, ist die Hoffnung berechtigt. Im Falle einer erneuten Finanzkrise ist allerdings mit besonders heftigen Nachfrageeinbrüchen zu rechnen. Fast alle Finanzsysteme rund um den Globus sind angeschlagen. Die Ungleichheit in Europa ist unauflösbar. Für das Überleben des Euros gibt es keine plausible Strategie. In den USA wächst die Verschuldung rasant weiter. Und Japan ist seit Jahren total überschuldet. Allenfalls die Tatsache, dass sich das Land trotz eines Schuldenstands von rund 200 Prozent gemessen am BIP irgendwie durchschlug, begründet die Hoffnung, dass auch der Rest der alten Industrienationen mit allerlei Gebrechen weitermachen kann. So ist es nun mal im Alter.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Asien fragt mehr Ölprodukte nach
Freundliche Wirtschaftsdaten aus den USA und aus China
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Winterliches Heizen

preisdrückende (bärische) Einflüsse: China wird Leitzins anheben müssen
Ölnachfrage der OECD-Länder schwach
Euroraum im Schuldendrama

Unsere Heizölpreise drehen bei. Sie geben sogar ein klein wenig nach. Hoffnungen auf einen ordentlichen Preisrückgang sind derzeit allerdings kaum darstellbar. Die Krise ist zwar nah und allgegenwärtig, aber gerade weil sie ein ständiger Begleiter ist, vermag sie den Finanzjongleuren keine Angst einzujagen. Und ohne Angst gibt es keine Flucht aus Öltiteln. Über den Kaufmoment wird also der Füllstand im Tank und nicht eine Heizölpreisbewegung entscheiden müssen. In ein paar Monaten kann die Lage natürlich ganz anders aussehen. Wer durchhalten kann, darf weiter hoffen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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