Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


EU-Gipfel muss liefern, kann aber nicht

Die deutsche Bundeskanzlerin sagt ihre angekündigte Regierungserklärung ab. In der Regierungskoalition rumort es wegen der Diskussion um die mögliche Hebel-Wirkung des EFSF. Selbst der EU-Gipfel stand auf der Kippe, soll aber doch stattfinden. Die große Lösung wird nicht erwartet. Während der deutsche Finanzminister nach den Protesten der Occupy-Bewegung noch anmahnte, dass die Politik das Geschehen bestimmen müsste und nicht die Finanzmärkte, bleibt von der politischen Handlungsfähigkeit nichts übrig. Frankreich und Deutschland sind zur Stunde noch uneins darüber, wie die Wirkung des EFSF gestärkt werden könnte. Die einen fordern eine Banklizenz, damit eine Refinanzierung über die Europäische Zentralbank möglich wird. Die anderen wollen dem EFSF das Schuldenmachen erlauben, damit er bis auf eine Billion Euro anwachsen kann. Das europäische Chaos wird derweil von der Finanzbranche als unzuverlässig und unsicher abgestraft. Der EFSF erscheint schon jetzt in seiner Glaubwürdigkeit beschädigt. Wie soll es weitergehen? Auf diese Frage scheint die Politik keine Antwort zu haben und so wächst lediglich der Druck durch Zeitablauf auf die Re-Akteure. Denn eins ist sicher, Griechenland geht das Geld aus. Da hilft es auch nicht, dass die Troika scheinbar zu unterschiedlichen Ergebnissen bezüglich der Tragfähigkeit des griechischen Sparkurses kommt.

Wer hier noch auf den internationalen Wurf wartet (wie die Kanzlerin noch vor kurzer Zeit) oder gar im nationalen Rahmen zurückschreckt, muss eine Niederlage im Kampf um die Deutungshoheit gegen die Finanzbranche erleiden. Aufteilung der Banken in Geschäfts- und Investmentbanken, Erhöhung des Eigenkapitals der Banken, Reglementierung anderer Investmentformen (z.B. Hedge-Fonds), Aufgabe des Dogmas des ewigen Wirtschaftswachstums, Geldschöpfung in die Hände der Staaten und eine Vereinfachung des Steuersystems sind nationale Aufgaben, die sofort angegangen werden müssen. Zeitgleich steht ein Insolvenzverfahren für Euro-Staaten an, ohne das bestehende Verträge gebrochen werden.

Die Deutsche Bank will nun ihre Spekulationen auf Agrarrohstoffe auf ihre Schädlichkeit überprüfen. Dabei liegt die Schädlichkeit des Spekulationsvolumens, aber auch der Spekulationsformen auf der Hand und dies bei allen Rohstoffen. Hier braucht es eine größere Transparenz und eine Beschränkung der Formen sowie des Marktzugangs als solchen.

Die Ölnotierungen stiegen gestern wieder an und haben im Verlauf des Tages das Niveau des Vortages fast wieder erreicht. Während Dollar und Euro sich untereinander die Waage halten, verlieren sie gegen andere Währungen, wie zum Beispiel dem Schweizer Franken an Boden.

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Sie bleiben im Spannungsfeld zwischen Ölkursen und Währungsschwankungen gefangen. Regional unterscheiden sich die Heizölpreise stärker als zuletzt. Für den heutigen Tag erwarten wir eine gespannte Unruhe ohne große Auswirkungen. Der EU-Gipfel am kommenden Wochenende wird kaum Bewegung bringen. Es sei denn, dass es zu einem Eklat kommt. Um kurzfristige Preissprünge aufzuspüren, empfehlen wir unseren kostenlosen Preiswecker. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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