Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Ein Gespenst geht um in den USA

Eine Rezession gibt es nicht. Aber der Wirtschaft geht es schlecht. Das ist die offizielle Lagebeschreibung der US-Notenbank (FED). Börsenreaktionen lassen erahnen, dass die Stimmung weitaus sorgenvoller ist, als die Sprachregelung der FED das vorsieht. Die Kurse stürzen auf breiter Front ein. Ölnotierungen kommen relativ glimpflich davon. Aber der Trend steht. Er zeigt abwärts. In dieser Lage schauen Marktteilnehmer auf höhere Mächte, die FED und die OPEC. Die FED will helfen. Sie kann es aber kaum wegen der Inflationsgefahren. Ob die OPEC helfen will, ist nicht bekannt. Sie kann es aber auch nicht, wegen unzureichender freier Kapazitäten. Und so geschieht in den USA das, was einer jahrelang aufgeblasenen Wirtschaft natürlicherweise geschehen muss. Sie lässt die Luft ab. Die Ölnotierungen beeindruckt das derzeit. Da die Weltölnachfrage mittlerweile von Ländern mit einer blühenden Wirtschaft angeheizt wird, wird der Eindruck kein dauerhafter sein. Der Abwärtstrend wird im Vergleich zum hinterlegten Aufwärtstrend ein kurzes Leben haben. Der Dollar stieg gestern weiter an, weil die Erwartungen an sinkende Zinsen dahinschmelzen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC wird kein zusätzliches Öl liefern
Kälteperiode in US-Heizölregion
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Terror in Nigeria

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur bricht ein
US-Bestandsdaten erholen sich
US-Regierung will Ölkonsum senken
Saudi Arabien denkt über Erhöhung der Liefermengen nach
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf
Iran hat Bau an Atombombe vor Jahren eingestellt
Charttechnik: kurzfristiger Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise geben moderat nach. Die Dollarerholung dämpft den Ölpreisrückgang. Dennoch, die Zeichen für weiter sinkende Preise sind derzeit gut. Der kurzfristige Abwärtstrend sollte Heizölkäufern noch einige Wochen freundlich gesonnen sein. Als aktuelle Zielnotierungen sehen wir die Tiefpreise von Anfang Dezember an.

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