Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Ein Hauch von Panik

Nun kommt es knüppeldick für die Finanzjongleure. Den durchweg unfreundlichen Konjunkturzahlen der letzten Tage folgen Wahlentscheidungen, die die „Märkte“ erschüttern lassen. Glaubt man den Daten, schauen weder die EU, noch die USA und auch nicht China einer florierenden Zukunft entgegen. Nimmt man die Signale der Wähler in Frankreich und Griechenland ernst, muss man konstatieren, dass die von Finanzwirtschaft und Politik entworfenen Strategien zum Umgang mit dem Finanzdesaster nicht akzeptiert werden. Die Argumentation mit dem vermeintlich Notwendigen zieht nicht mehr. Sie steht unter dem Verdacht, nicht den jeweiligen Gesellschaften in voller Breite zu dienen, sondern die Ungleichheit in ihnen zu vertiefen. Die geltende volkswirtschaftliche Logik lässt Reiche reicher und Arme ärmer werden. Sie entzieht den Mittelschichten das stabile Einkommensfundament. Das ist in wirtschaftlich angeschlagenen Ländern besonders deutlich spürbar. Das Mantra dieser Logik, Wohlstand durch Wachstum, ist zur Worthülse eines elitären Glaubenszirkels geworden, dem große Teile der Gesellschaften nichts Glaubwürdiges mehr abgewinnen können. Vielmehr sehen sie nicht nur ihre Partizipation an der Gemeinschaft schwinden, sondern auch die ihrer Kinder und Enkel. In einer solchen Lage muss die Finanzwirtschaft um die Treue der von ihr gepushten Politik fürchten. Das lässt Aktien- und Ölnotierungen abschmelzen. Beim Öl kam am Freitag ein seltener Verlust von fast fünf Prozent zusammen. Noch hat der Verlust die Billigung der OPEC. Die Organisation bemüht sich, die Konjunkturen durch niedrigere Ölpreise auf Wachstum zu halten. Sollte die heftige Korrektur der letzten Tage allerdings eine Eigendynamik bekommen, dürfte die freundliche Unterstützung schnell eingestellt werden.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: USA steigern Ölverbrauch
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Ausfälle von Lieferungen aus Nordsee, Südsudan, Jemen, Kanada, Iran, Brasilien
Asiatische Ölnachfrage wächst
Ölembargo gegen den Iran ab Juli

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Wahlentscheidungen in Frankreich und Griechenland
Unbefriedigende Konjunkturdaten vieler Industrieländer
OPEC pumpt sehr viel Öl in den Markt
OPEC will Reservekapazitäten steigern
Überschüssiges US-Rohöl steht ab Mitte Mai dem Weltmarkt zur Verfügung
Hohe Ölbestände weltweit
Schuldenkrise in den alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Gemessen am Abgang der Ölnotierungen ist die Verbilligung modert. Der stark steigende Dollar steht bremsend im Weg. Die Lage ist außerordentlich spannend, da der längerfristige Aufwärtstrend nun angegriffen wird. Das lässt Finanzjongleure einerseits auf eine Umkehr der Bewegung zu ihren Gunsten hoffen. Das macht andererseits aber auch eine richtige Panikwelle der Finanzszene möglich, wenn die längerfristige Unterstützungslinie durchbrochen werden sollte. Bleiben Sie dran! Es könnte sich lohnen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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