Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Ein Satz mit X

Während sich Kanzlerin Merkel feiern lässt und sich Großbritannien isoliert, winken die USA bereits ab. Der Stabilitätspakt des letzten EU-Gipfels hat es nicht geschafft Vertrauen aufzubauen. Die Schuldenbremse, die als deutscher Exportschlager kolportiert wird, ist so wirkungslos wie unrealistisch. Es gibt nämlich bereits eine Schuldenbremse für alle Euro-Staaten. Diese steht als Stabilitätskriterien im Maastricht-Vertrag. Sie wurden nie eingehalten. Auch die deutsche Schuldenbremse, die bereits im Grundgesetz verankert ist, begrenzt die Kreditaufnahme nur für strukturelle Kredite auf 0,35 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Bei schwerwiegenden konjunkturellen Gefahren dürfen darüber hinaus Kredite aufgenommen werden. Die Euro- und Bankenkrise werden immer eine solche Gefahr darstellen. Damit ist also nichts gewonnen. Außerdem verbleibt nach den Beschlüssen des EU-Gipfels das Haushaltsrecht bei den nationalen Parlamenten und damit fehlt jede echte Eingriffsmöglichkeit Brüssels. Aber was bedeutet das für den deutschen Heizölverbraucher? Der Euro steht weiter in der Gefahr im Wechselkurs zum Dollar zu verlieren. Damit verteuern sich tendenziell die Ölimporte. Heizöl kann sich aus dieser Richtung ebenfalls verteuern.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Konjunkturaussichten der USA freundlicher
Sanktionen gegen den Iran
OPEC erhöht Nachfrageprognose
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Bestände steigen
Staatsschulden in den alten Industrienationen
Schwache Nachfrage der reifen Industriegesellschaften
Saudi Arabien zu Erhöhung der Liefermengen bereit
Libyen baut Produktion rasch wieder auf

Unsere Heizölpreise geben heute Morgen weiter nach. Der Euro kann sich noch behaupten. Das Rohöl wird geringfügig günstiger. Auf kurze Sicht befindet sich Heizöl damit im Abwärtstrend. Mittel- und langfristig gilt der Aufwärtstrend. Damit bietet sich die Chance, günstiger Heizöl zu kaufen. Wir halten einen weiteren Preisrückgang auf der Rohölseite für möglich. Die Aussicht für die Kursentwicklung des Euro sehen wir kritisch. Wer eine höhere Kostenersparnis beim Heizölkauf einfahren will, sollte für die Reduzierung des eigenen Verbrauchs sorgen. Bei dieser Maßnahme hier gibt es sogar eine Bonusreduktion auf den Heizölpreis.

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