Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Ein falsches Wort ...

Nervosität bestimmte gestern die Preisbildung. Neue Tiefstände wurden auf internationalem Parkett nicht erreicht. Es sah sehr nach einem Gerangel um die richtige Ausgangslage vor der fieberhaft erwarteten OPEC-Entscheidung über die Ausstoßpolitik der kommenden Wochen aus.

Heute geht der offizielle Teil des OPEC-Treffens in Algier los. Es dauert bis morgen. Wann es zur Verkündigung der Entscheidung kommt, ist nicht bekannt. Im Vorfeld waren einige Meinungen von Entscheidungsträgern zu hören. Sie sorgten für wilde Preisausschläge. Klappern gehört hier wie anderswo zum Geschäft.

Die Positionen sind hinlänglich bekannt. Sie liegen zwischen radikalen Kürzungsforderungen aus Sorge vor einem bevorstehenden Preisverfall wegen überversorgter Märkte und Empfehlungen, derzeit gar nichts zu verändern, um die hohen Rohölpreise zunächst auf ein Normalmaß zurückfallen zu lassen. Die am meisten gehandelte Konsensmeinung sieht unveränderte Quoten verbunden mit dem Aufruf zu mehr Quotendisziplin. Das entzöge dem Markt gegenwärtig rund 1,8 Mio. Barrel pro Tag an Überproduktion.

Vermutlich würde diese Konsensmeinung die Preise zunächst steigen lassen. Der Markt ist nach dem Preisverfall insbesondere beim Gasöl und Heizöl reift für eine Gegenbewegung. Und die sucht ihren Auslöser. Da käme ein entsprechender OPEC-Spruch gerade richtig.

Die Charts geben weiterhin Anlass nach einer möglichen Gegenbewegung auf einen Fortgang des Preisverfalls zu hoffen. Erstaunlich ist nur, dass die Fonds entgegen unserer Vermutung immer noch an ihren Engagements auf steigende Kurse festhalten. Deren Meinung über die Ölversorgung, scheint diese nicht als solide zu befinden.

Sicher gibt es Grund, die längerfristige Versorgung skeptisch zu beurteilen. Die Nachfrage wächst unter Führung der aufstrebenden Wirtschaftsnation China kräftig. Im letzten Jahr steigerte das Land die Importe um mehr als 30% gegenüber dem Vorjahr. Der Verbrauch wuchs zwischen 10% und 20%. Genaue Zahlen liegen nicht vor. Die Veröffentlichungen widersprechen sich meist deutlich. Noch extremer werden die Differenzen in den Schätzungen über den Verbrauchszuwachs für 2004. Sie liegen zwischen 3% und 80%. Da kann man natürlich viel spekulieren.

Der Dollar bleibt europäischen Ölverbrauchern gewogen. Er ist und bleibt billig.

Der Gasölpreis hat die 250$-Marke heute Morgen wieder überschritten. Die Tonne kostet aktuell 251,75$.

Unsere Heizölpreise sind gestern weiter gefallen. Im Bundesdurchschnitt haben sie knapp vor dem letzten 12-Monats-Tief Halt gemacht. Im Süden liegen sie bereits deutlich darunter. Wir rechnen mit einer Pause des Preisrückgangs. Die Heizölpreise sind momentan klasse. Wir können sie uneingeschränkt zum Kauf empfehlen.

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