Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Einkaufsmanagerindex höher als erwartet

Am Freitag zogen die Ölnotierungen wieder an. Der Index der Einkaufsmanager in den USA hat sich unerwartet stark erholt. Er stieg von 36,3 Punkten im Vormonat auf 40,1 Punkte. Erwartet wurden 38,0 Punkte. Darin sehen viele Marktteilnehmer den Anfang einer Erholung. Solche überraschend guten Neuigkeiten werden zurzeit stark gehandelt. Nachhaltig sind sie aber nicht. Die Androhung eines Militärs aus dem Iran vom Sonntag, in 11 Tagen Israel zerstören zu wollen, hat weniger Durchschlagskraft, weil niemand an die Umsetzung glaubt. Dennoch ist die Konkretheit der Äußerung neu und hebt die Qualität der Auseinandersetzung auf ein höheres Niveau. Da unter Obama kein Angriff der USA auf den Iran zu erwarten ist, wird man sich mit dem Bau der Atombombe im Iran abfinden müssen. Eine Häufung solcher Aussagen wird aber sicher nicht auf Dauer geduldet werden. Diese Spannung könnte nachhaltiger wirken als ständig sich ändernde Indices oder Prognosen über den Wirtschaftsverlauf. Aktuell bleiben die Meldungen von vollen Lagern in den USA und Europa tonangebend. Die Marktmeldungen halten sich somit die Waage. Kurzfristige Kurssteigerungen und Kursverluste bleiben dem Tagesgeschäft erhalten. Wir bleiben bei der Einschätzung, dass sich die Preise derzeit nicht grundlegend ändern werden. Der Dollar profitiert ebenfalls von den gestiegenen Hoffnungen, die Talsohle in der Wirtschaftsentwicklung bald durchschritten zu haben. Er legt gegenüber dem Euro zu.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC Exporte gefallen
Konjunktur wird bisweilen freundlicher gesehen
Lieferausfälle in Nigeria
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Ölbestände wachsen
Weltweite Nachfrage sinkt weiter
Goldman & Sachs prognostiziert 45 Dollar/Barrel
Enttäuschung über US-Stimulusprogramm
Globale Rezession

Unsere Heizölpreise ziehen erneut an. Sie folgen damit dem Weltmarkt. Die Heizölpreise bleiben aber im mittelfristigen Seitwärtstrend von Mitte Februar bis heute. Eine Änderung dieser Preisbewegung ist zurzeit nicht wahrscheinlich. Erst wenn die Wirtschaft wieder eindeutige Signale gibt, wird sich das ändern. Die Belieferungssituation im Binnenmarkt ist mittlerweile entspannt. Wer über die Preisentwicklung automatisch informiert sein will, sollte unseren Preisalarm verwenden.

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