Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Einschuss der Notenbanken verpufft

Die Wirtschaft läuft nicht so, wie sich das Wachstumsenthusiasten wünschen. Aber sie bricht nicht ein. Prognosen zur Ölnachfrage werden gesenkt. Aber sie sehen keinen Absturz vor. Das Ölangebot ist durch politische Unruhen, Kriege und technische Probleme reduziert. Aber es gibt ausreichend Ersatz für die Fehlmengen. Die Lagebeschreibung klingt nicht nach Krise. Aber es ist Krise. Es gibt eine Versorgungskrise. Die würde den Ölmarkt betreffen, wenn die Wirtschaft die gewünschten Wachstumsraten erreichte. Ohne die Wachstumsraten betrifft sie die Finanzsysteme. Diese wurden über Jahre durch regel- und schrankenloses Handeln der Finanzindustrie, zu der Politik sie ausdrücklich ermutigte, aufgeblasen. Ihr Wachstum übertraf das der realen Wirtschaft um ein Vielfaches. Als die über alle Grenzen wachsenden Finanzsysteme vor drei Jahren zu kollabieren drohten, wurden sie mit großzügigster politischer Hilfe stabilisiert. Es war damals schon klar, dass die Stabilisierung nicht auf Dauer gelingen kann. Das Problem würde über kurz oder lang wieder auftreten. Es ist wieder aufgetreten. Und wieder werden ähnliche Rezepte angewendet wie vor drei Jahren. Was hat nun der Verbraucher von all dem? Ihm bleibt das Chaos, das mit dem Zusammenbruch der Finanzsysteme verbunden ist, bis auf weiteres erspart. Er bezahlt es durch eine Teuerung, die in keiner Inflationsstatistik korrekt ausgewiesen wird. Heizölverbraucher spüren, dass die offiziellen Angaben nicht der Realität entsprechen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Notenbanken werfen Geld ins Finanzsystem
Obama soll ein Hilfspaket für die Wirtschaft schnüren
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Nordsee-Öl fließt unzureichend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft schlecht
EU-Konjunktur gibt nach
Nachfrageprognosen gesenkt
Libysches Öl soll bald wieder fließen
Markt gut mit Öl versorgt
Staatsschulden in den alten Industrienationen
Fortbestand der EU steht in Frage

Unsere Heizölpreise steigen. Nachdem die zu Grunde liegenden Ölnotierungen zum Wochenende durch Stützungsmaßnahmen einiger Notenbanken in die Höhe getrieben wurden, verpufft die Wirkung nun bereits wieder. Stattdessen stürzt der Euro ab. Einmal mehr wird die Weisheit alter Finanzfüchse bestätigt, wonach politische Börsen kurze Beine haben. Es gibt keine dauerhafte Rettung für die kranken Finanzsysteme durch die Anwendung der alten Medizin. Als besonders krank wird derzeit das Eurosystem gehandelt. Folglich steigt der Dollar. Das verteuert Heizöl in Europa. Die Lage ist nicht schön aber immerhin spannend. Es macht Sinn, den Preis laufend zu verfolgen, um gegebenenfalls doch von einer freundlichen Überraschung Kenntnis zu bekommen. Dabei kann unser Preiswecker hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten. Hier ist eine der besonderen Art.

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