Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Emirate legen nach

Das Weihnachtsgeschäft in den USA war schlecht. Gegenüber dem Vorjahr wird ein Umsatzminus erwartet. Japan erlitt im November den stärksten Produktionseinbruch seit entsprechende Daten erhoben werden. Die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) wird ihre Förderung um 10 bis 15 Prozent kürzen. Mit diesem Strauß von Nachrichten und einem stabilen Abwärtstrend der Ölpreise geht es in die letzten Tages des Jahres. Die Negativschlagzeilen der Nachfrageseite hatten den Preisrückgang zuletzt wieder beschleunigt. Eine Gegenreaktion auf den als übertrieben angesehenen Verfall wäre fällig. Da kommt die Meldung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gelegen. Die Preise reagieren prompt mit einem Aufschlag. Dass mit der Ankündigung eine neue Situation beschrieben wird, darf indes bezweifelt werden. Die beschlossene OPEC-Kürzung von insgesamt 4,2 Mio. Barrel pro Tag kommt einem Minus von annähernd 15 Prozent gleich. Die Meldung ist der x-te Versuch, die Preise mit Angebotsmaßnahmen doch noch zu beeinflussen. Bisher bestanden alle Maßnahmen in Ankündigungen. Dass ihnen die notwendigen Taten folgen, wird allgemein bezweifelt. Der Dollar gibt aktuell nach. Er folgt damit seinem übergeordneten Trend.

preistreibende (bullische) Einflüsse: VAE wollen im großen Stil kürzen
Drastische Zinssenkung in den USA
Kalter Winter in den USA erwartet
Konjunkturprogramm für die USA angekündigt
Konjunkturprogramm und Zinssenkung in China
IEA prognostiziert neue Hochpreisphase nach 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Realisierung der OPEC-Kürzung unglaubwürdig
Sinkende Konjunktur und Rezessionsängste
Sogar Chinas Wirtschaft geht in die Knie
Weltweite Nachfrage sinkt
Goldman & Sachs prognostiziert 30 Dollar/Barrel
Charttechnik: Abwärtstrend des Ölpreises

Unsere Heizölpreise haben sich wieder deutlich von den Weltmarktpreisen abgekoppelt. Rechnerisch müssten sie insbesondere im Süden der Republik erheblich nachgeben. Wir rechnen damit, dass sich die Differenz im neuen Jahr auflösen wird. In absoluten Werten sind die Preise in den meisten Regionen gut. Daher ist die Nachfrage immer noch sehr hoch. Das bietet Raffineriegesellschaften und Importeuren aktuell wenig Anreize, die Ware billiger abzugeben. Die Lieferzeiten reichen in manchen Regionen bis weit in den Februar hinein. Wer die Preisentwicklung verfolgen möchte, ohne unsere Website zu konsultieren, kann unseren Preisalarm verwenden.

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