Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Ende des Streiks in Nigeria

Nigeria lieferte bereits am Freitag mit der Ankündigung, der Generalstreik würde in Kürze beendet, bärische Impulse. Am Wochenende wurde er nun tatsächlich beendet. Des Weiteren wurden westliche Geiseln freigelassen. Das sorgt natürlich für Entspannung. Da das Ende aber bereits erwartet wurde, ist der Großteil der Entspannung auch bereits im heutigen Preis enthalten. Ansonsten sieht die Lage in Nigeria weiterhin eher verworren aus und ist deshalb eine Quelle für Phantasien, welche die Preise steigen lassen können. In Texas gab es erneut in der Valero-Raffinerie einen technischen Zwischenfall. Über das Ausmaß wurde allerdings nichts berichtet. Insgesamt sieht der Markt die Preisentwicklung in einer Seitwärtsbewegung oder gar steigend. Charttechnisch wirken die Bewegungen im Augenblick neutral. Der Dollar ist am Freitag wieder etwas gefallen, was für bessere Einkaufspreise sorgt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Raffinerieprobleme in den USA
Negative Hurrikanprognosen für die USA
Unruhebedingte Lieferausfälle in Nigeria
Iran gibt sich hart im Atomstreit
IEA erhöht Nachfrageprognose
OPEC lehnt Forderung nach mehr Öl ab
Weltwirtschaft wächst stärker als prognostiziert

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Streikende in Nigeria
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt
US-Rohöllager prall gefüllt
US-Benzinnachfrage könnte sinken
Nigeria wird stillgelegtes Ölfeld im Juni reaktivieren

Unsere Heizölpreise bleiben auf hohem Niveau. Sie sind zwar immer noch unter den Preisen des Vorjahres, aber nach wie vor ist die Gefahr größer, dass die Preise weiter steigen, als dass sie fallen. Das liegt an der Entwicklung des Weltmarktes und daran, dass der heimische Handel versucht, das Nachfrage-Loch durch tiefe Margen aufzufangen. Das wird nicht auf Dauer möglich sein. Es bleibt dabei, sowohl der Trend bei den übergeordneten Produkten als auch der Erholungsbedarf bei den Margen wird die Heizölpreise eher steigen lassen.

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