Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Entspannt wie selten

Die am Donnerstag begonnene Korrektur der übertriebenen Ölpreissteigerung setzte sich am Freitag kraftvoll fort. Dabei beeindruckte die Marktaktivität mehr als der Wertverlust. Das Handelsvolumen war doppelt so hoch wie üblich. Der Preis sank in der Spitze um zwei Prozent. Gegen Handelsschluss betrug der Verlust nur noch ein Prozent. Bullen versuchen ihre Pfründe mit Meldungen über aufziehende Wintertemperaturen zu retten. Zudem warnt Norwegen vor einem weiteren Förderrückgang. Die seit Jahren sinkende Nordseeproduktion wird allerdings durch steigende Kapazitäten in anderen Teilen der Erde überkompensiert. Prinzipiell ist die Welt derzeit bestens mit Öl versorgt. Gleichwohl gibt es Regionen, in denen Öl teurer ist als andernorts. Dort kann die Verfügbarkeit des Rohstoffs sogar angespannt sein. Das gilt selbst für die USA, die gerade einen Ölboom erleben. Man arbeitet daran, die Distribution zu verbessern. Zum Wochenende wurde die Kapazität einer wichtigen Pipeline aus dem Zentrallager in Oklahoma zu den Raffinerien an der Südküste deutlich gesteigert. Eine ähnliche Maßnahme soll im Jahresverlauf für den Nordosten erfolgen. Die aktuelle Liefersituation aus der Nordsee ist übrigens besser als der langjährige Trend. Der physische Markt ist klar bärisch. Vermutlich wird sich dieser Umstand nun wieder in der Preisentwicklung spiegeln.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
Winter kehrt zurück
Kurden blockieren Öllieferungen
Explosive Lage im Nahen Osten
China wächst immer noch rasant
Ölmengen global schlecht verteilt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US-Bestandsdaten hoch
Geldvermehrung durch Notenbanken infrage gestellt
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Liefermengen aus der Nordsee sollen steigen
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise geben nach. Zusätzlich zu den freundlichen Vorgaben der Ölbörsen bekommen sie gewichtige Unterstützung vom steigenden Eurokurs. Die Entwicklung des Dollar-Euro-Verhältnisses ist so vorhersehbar wie die Finanzpolitik der beiden Regionen solide, nämlich gar nicht. Über zufällige Besserstellungen des Euros darf man sich einfach freuen und diese gegebenenfalls als Kaufanreiz für Heizöl verstehen. Es tut sich neues Abwärtspotenzial für die Preise auf. Ob dieses bereits kurzfristig realisiert wird, bleibt abzuwarten. Wer Heizöl kaufen muss, sollte auf keinen Fall darauf spekulieren. Der Brennstoff ist bereits billiger als vor einem Jahr. Wer genug Heizöl im Tank hat, kann der Entwicklung gelassen entgegen sehen und einen vermutlich auftauchenden billigeren Moment zum Nachkauf nutzen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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