Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Entspannung die nicht wirkt

Die Ölpreise geben nach. Ein Effekt auf Verbraucherpreise ist dadurch nicht zu spüren. Allenfalls erhält der Sachverhalt die Hoffnung, dass uns ein längerfristiger Aufwärtstrend erspart bleibt. Die Rohölpreise bewegen sich an der oberen Grenze eines seitwärts gerichteten Trendkanals mit einer Breite von gut zehn Dollar. Er existiert seit Oktober 2009. Die Aggressivität, mit der Spekulanten zuletzt zur Sache gingen, legt einen Bruch des Trends nahe. Das hohe Ölangebot und die moderate Nachfragesteigerung sprechen dagegen. Wichtiger als die realen Marktverhältnisse ist aber die Stimmungslage im Finanzzirkus. Und die hat trotz großer Gier nach Gewinn auch Ängste vor Verlust zu bieten. Diese Ängste werden im Bereich von 83 Dollar pro Barrel besonders stimuliert. Einen weiteren Stimulus in dieser Sache stellt die Inflation Chinas dar. Das Land droht an seinem wirtschaftlichen Erfolg zu überhitzen. Die Notenbank muss bremsen. Der gemeine Spekulant versteht, die brauchen weniger Öl. Dem Euro setzt einmal mehr das ungelöste Problem der griechischen Staatsverschuldung zu. Den Dollar treibt das wieder aufwärts.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen hohen Ölpreis
Nachfrage steigt moderat
IEA und EIA sehen Nachfragebelebung in 2010
Atomstreit mit dem Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: China strafft Geldpolitik
Sorge um Stabilität des Finanzsystems
OPEC liefert zuviel Öl
Schwache Nachfrage in alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise stiegen gestern trotz nachgebender Rohölnotierungen. Dieses Mal war der Dollar das treibende Element. Während die Preise am Weltmarkt noch an eine obere Grenze stoßen können, ist diese für die heimischen Heizölpreise nicht mehr auszumachen. Sie drehten nach oben auf. Eine wechselnde Allianz aus Ölpreis- und Dollarauftrieb führte sie in einen Aufwärtstrend. Auch der wird nicht geradlinig verlaufen und früher oder später eine Delle bekommen, die zum Heizölkauf einlädt. Im Augenblick fühlen sich Verbraucher aber abgeschreckt. Wir wissen nicht, ob es vorteilhaft ist, den Kauf zu verweigern. Das preistreibende Gebaren der Finanzindustrie kann noch derbere Auswirkungen hervorbringen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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