Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Erneute Wende

Der Widerspruch ist aufgelöst. Gasöl hat sich durchgesetzt. Die Preise fallen. Den Durchbruch brachte die amerikanische Kriegsberichterstattung, die den erfolgreichen Fortgang des Krieges vermittelt. Übertroffen wurden die Tagesmeldungen allerdings von Spekulationen, dass Saddam Hussein doch tot sei. Sie beziehen ihre Grundlage aus dem Umstand, dass eine für gestern angekündigte Ansprache des Präsidenten an sein Volk nicht von ihm selbst sondern von seinem Informationsminister gehalten wurde.

Gestern Morgen ließen wir uns über den Widerspruch in den Kursverläufen von Rohöl und Gasöl aus, die in verschiedene Richtungen wiesen. Wir hielten den aufwärtsgerichteten, kurzfristigen Trend beim Rohöl für stärker. Diese Ansicht stellte sich als falsch heraus. Statt dessen folgte der Rohölpreis den sinkenden Gasölpreisen. Und einmal in Bewegung gesetzt wurden die Preise regelrecht niedergeprügelt. Daraus ergaben sich bis zum Handelsschluss nicht nur sehr verbraucherfreundliche Heizölpreise sondern auch freundliche Bilder in den Preischart. Durch die charttechnische Brille betrachtet, lässt der weitere Verlauf der Preise nun durchaus einen Fortgang der Abwärtsbewegung vermuten.

Selbstverständlich hängt in diesen Wochen jede Regung der Preise am Krieg. Und der ist gemein und wankelmütig. Vorhersagen sind spekulativer denn je.

Auf den Handelsplätzen der Welt wird die Versorgungslage mit Öl als unproblematisch angesehen. So zeigen die Schätzungen für die heute zu meldenden Vorratsdaten in den USA auch einen klaren Bestandsaufbau für alle Produkte. Die Ausfälle Nigerias belasteten den auf fallende Preise setzenden Handel nicht. Die aus dem Irak gelieferten Mengen sind zwar gering, aber immerhin so groß, dass sie über die Türkei nur schleppend abgewickelt werden können.

Heute Morgen sinkt der Gasölpreis weiter. Mit 231,50$ pro Tonne steht er bereits deutlich unter dem mittleren Niveau der letzten drei Jahre.

Unsere Heizölpreise fallen ebenfalls. Sie befinden sich nun auf einem Niveau, das wir immer zum Kauf empfehlen können. Der mittlere Preiskorridor der letzten drei Jahre verläuft zwischen 0,350 und 0,375 EUR pro Liter (bei 3000 Liter Abnahmemenge). Derzeit befindet sich der bundesdurchschnittliche Preis unter 0,340 EUR. Ein weiteres Nachgeben ist wahrscheinlich, so dass spekulativ eingestellte Käufer ihr Auge nun eng am Markt haben sollten, um einen optimalen Zeitpunkt abzupassen.

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