Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Erst die Technik, dann die Erklärung

Am vergangenen Freitag zogen die Ölnotierungen stark an. Sie schossen von einem zum anderen Moment in die Höhe. Was war passiert? Dazu gab es zunächst keine Meldung. Dann hieß es, dass wieder einmal ein Computerfehler vorlag. Die Preise überstiegen eine fiktive Grenzmarke und automatisierte Anschlusskäufe taten ihr Übriges dazu. Später wurde eine Meldung über die sinkenden Exportzahlen des Irans als Ursache ausgemacht. Tatsächlich sank der Preis in Minuten wieder. Dennoch blieben die Notierungen auf erhöhtem Niveau und behaupteten sich deutlich über dem Einstiegskurs des vergangenen Freitags. Die Nerven liegen blank. Aber eine realistische Einschätzung der wirtschaftlichen Lage ist über die Preisbildung schon lange nicht mehr zu erwarten. Ganz im Gegenteil. Durch die letzten Gespräche zwischen den USA und Israel ist ein Angriff Israels auf den Iran in diesem Jahr als unwahrscheinlich anzusehen. Alle Dummheiten Ahmadinedschads ausgenommen. Bei weiterer Entwicklung wie bisher drohen 2013 militärische Auseinandersetzungen, mit entsprechenden Folgen für den Ölpreis. Solange aber zum Teil noch halbe Kinder an Computern über die Rohölpreise entscheiden, spielt auch eine solch strategische Einschätzung keine Rolle.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Knappe Reservekapazitäten der Förderung
Freundliche Konjunkturdaten aus den USA
Ausfälle von Lieferungen aus Südsudan, Jemen, Kanada, Irak, Brasilien
Asiatische Ölnachfrage wächst
Kriegsrasseln in der Iranaffäre

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schlechte Konjunkturdaten aus EU und China
Irak eröffnet neues Ölterminal
Libyens Exporte erreichen in Kürze Vorkriegsniveau
Saudi Arabien will mehr Öl liefern
Diplomatie zum iranischen Atomprogramm lebt noch
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen nur leicht. Trotz der erhöhten Ölpreise bleibt die Preissteigerung beim Heizöl moderat. Grund hierfür ist ein gestärkter Euro. Die Lage in Griechenland wird so optimistisch wie schon seit Monaten nicht mehr eingeschätzt. Wir halten aber ein Abwärtspotenzial wegen geringerer militärischer Bedrohung im Nahen Osten für gegeben. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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