Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Erstkontakt mit 100 Dollar

Am ersten Handelstag des neuen Jahres wurde die Marke von 100 Dollar für das Barrel Rohöl in New York erreicht. Dieser Auftakt ist aus Verbrauchersicht ohne Zweifel unerfreulich. Er muss aber nicht als Zeichen für 2008 verstanden werden. Neben einigen bullischen Einflüssen, die mehrheitlich geopolitischer Natur sind, gibt es preisdämpfende Möglichkeiten, die sich in den kommenden Monaten entfalten könnten. Hierzu zählt die schwache US-Konjunktur, das erwärmte Klima und ein wachsendes Einsehen der Industrienationen, dem hohen Energieverbrauch entgegen zu wirken. Der härteste Preistreiber ist allerdings der Trend selbst. Gegen ihn helfen bisweilen keine fundamentalen Argumente. Der Dollarrückgang nimmt neue Fahrt auf, weil wichtige US-Einkaufsmanager schlechter Stimmung sind.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Terroranschlag in Nigerias Ölregion kostet 18 Menschenleben
Starker Bestandsrückgang in den USA
Pulverfass Pakistan
Türkische Militäraktionen im Nordirak
Goldman Sachs Preisprognose
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
OPEC erhöht Quoten nicht
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Temperaturen sollen steigen
Sorge über US-Konjunkturentwicklung
US-Regierung will Ölkonsum senken
OPEC-Reservekapazitäten ca. 3 Mio. Barrel pro Tag
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf
Iran hat Bau an Atombombe vor Jahren eingestellt

Unsere Heizölpreise steigen. Das geschieht deutlich moderater als am Weltmarkt, weil der Dollar dämpfend wirkt. Trotz der Rekordpreise für Rohöl und Gasöl wurden nicht in allen Regionen Deutschlands neue Höchstpreise erreicht. Dennoch, die Preise sind ganz oben. Dort werden sie mindestens in den kommenden Tagen bleiben. Um sie herunterzuholen, bedarf es eines Anstoßes. Ein warmer Winter könnte ein solcher Anstoß sein. Die Chancen für einen Preisrückgang in den nächsten zwei Monaten beurteilen wird 50/50.

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