Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Erwartungsgemäß aufwärts

Vor Pfingsten hatten sich die Preise als Folge der vehement geführten OPEC-Diskussion um eine markige Erhöhung der Quoten deutlich verbilligt. Die Wahrscheinlichkeit für eine Rückkehr des Aufwärtstrends nach den Feiertagen war hoch. Durch den blutigen Anschlag der Al Kaida Terroristen in Saudi Arabien wurde sie Gewissheit. Die Preise können nicht anders, sie steigen wieder. Vermutlich werden wir in dieser Woche neue Höchststände sehen.

Saudi Arabien ist fest entschlossen, den Ausstoß zu erhöhen, um die Preisentwicklung zu brechen. Und dieses Mal soll nicht gekleckert sondern geklotzt werden. Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate allein könnten plus 3 Mio. Barrel pro Tag liefern. Andere OPEC-Mitglieder haben bereits Zustimmung zur Erhöhung signalisiert. Sie soll am Donnerstag in Bereit beschlossen werden.

Es stellt sich nur die Frage, ob der Beschluss noch Wirkung zeigen kann. Einen ersten Effekt gab es bereits mit dem Abschwung der letzten Woche, als sich eine Einigkeit der OPEC-Staaten abzuzeichnen begann. Nun erwartet der Markt den Beschluss. Er wird also nichts Neues mehr bringen können. Außerdem bestehen berechtigte Zweifel, dass eine Erhöhung der Quoten für eine Erhöhung der Ölströme sorgen wird. Es wird bereits am Limit gepumpt. Allenfalls Saudi Arabien hat noch zuzusetzen.

Aber Saudi Arabiens Ölinfrastruktur ist von Terror und Sabotage bedroht. Was lange befürchtet wurde, trat am Wochenende ein. Al Kaida hat zugeschlagen. Es gab viele Tote. Die Ölanlagen sind noch unbeschädigt davon gekommen. Die Unsicherheit ist aber gewachsen. Und das allein ist Gift für die Preisentwicklung.

Weil die OPEC-Verantwortlichen wissen, dass sie mit einer mutigen Entscheidung, die eventuell sogar die vorübergehende Aufgabe der Quotierung heißen kann, kaum etwas am Aufwärtstrend der Preise ändern werden, könnten sie schlimmstenfalls auf die erwartete Entscheidung verzichten, um ihr Pulver nicht vollkommen zu verschießen. Das würde aber unweigerlich zu einem noch steileren Anstieg der Preise führen.

Die für Verbraucher wenig erfreulichen Aussichten werden weiterhin von einer latenten Knappheit bei umweltfreundlichem Benzin in den USA begleitet. Dieser Umstand allein wäre schon ausreichend, um die Preise hoch zu halten. Jetzt ist er nur ein Baustein im Gebäude der Argumente für den andauernden Aufwärtstrend.

Die Fonds haben die letzte Woche wieder einmal genutzt, um sich recht preiswert mit Kontrakten auf steigende Preise einzudecken. Sie bleiben also unumstößlich bullisch. Leider liegen die Fonds häufig richtig, mit ihrer Einschätzung.

Der Dollar machte in der letzten Woche den Abschwung mit und trug dadurch zu einer insgesamt sehr erfreulichen Entwicklung für Verbraucher bei. Ob diese Tendenz anhält und den nun anstehenden Ölpreisanstieg abfedern wird, lässt sich derzeit noch nicht einschätzen.

Der Gasölpreis zieht heute Morgen kräftig an. Die Tonne kostet 319,75$.

Unsere Heizölpreise steigen. Auch sie stehen im Bann der Terroraktion in Saudi Arabien. Da sich ein erneuter scharfer Anstieg der Heizölpreise abzeichnet, raten wir Verbrauchern, die Gunst der Stunde noch schnell zu nutzen und sich mit Heizöl einzudecken.

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