Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Es bleibt die Spekulation

Kaum jemand hat erwartet, dass im Bericht von Hans Blix überraschende Fakten zu Tage treten. Kaum jemand wurde in dieser Erwartung enttäuscht. Und so ist nach dem Tag der Veröffentlichung eigentlich alles wie vor dem Tag der Veröffentlichung. Saddam Hussein setzt das hinlänglich bekannte Versteckspiel fort und George Bush setzt die hinlänglich bekannte Kriegsrhetorik fort. Was soll ein irgendwie involvierter Zeitgenosse anderes machen, als zu spekulieren? Der Krieg kommt, der Krieg kommt nicht, der Krieg kommt ...

In Venezuela verhärtet sich die Streikfront. Aber die Streikenden der Ölindustrie kehren an ihre Arbeit zurück. Inzwischen sind ca. 90% der Ölarbeiter wieder im Einsatz. Die Ölproduktion kommt nicht so recht in Gang. Aber der Ausstoß ist bereits auf über 1 Mio. Barrel von ehemals gut 3 Mio. Barrel pro Tag angewachsen. Das Einzige was Bestand hat, ist ein Meer von Widersprüchen. Was soll ein irgendwie involvierter Zeitgenosse anderes machen, als zu spekulieren? Das Öl fließt wieder, das Öl bleibt aus, das Öl fließt wieder ...

Spekulation treibt die Preise an. Ihre bevorzugte Richtung zeigt in diesen Wochen eindeutig aufwärts. Aber bei all der Unsicherheit kann es auch kräftige Ausrutscher gegen den Trend geben. So gestern geschehen. Rohöl verlor im Tagesverlauf über einen Dollar. Auch Gasöl verbilligte sich. Und weil der Mensch Erklärungen der Geschichte braucht, haben die involvierten Zeitgenossen, vornehmlich Händler und Analysten, eben diese geliefert. Nicht Hans Blix sei die Ursache für den Abschlag sondern die Charttechnik. Der Markt trieb die Preise zu hoch. Die gestrige Bewegung war überfällig. Heute wird die Spekulation mit dem Erraten der neuen Daten über die Ölvorräte in den USA fortgesetzt.

Derweil geht Gasöl etwa mit dem Preis in den Tag, mit dem es gestern schloss. Die Tonne kostet in der Früh 267,75$.

Unsere Heizölpreise legten gestern gegen die Weltbewegung zu. Das ist Trägheit. Heute wird das wieder in Ordnung gebracht. Wir ließen uns vor Wochen zu der Spekulation hinreißen, dass die Preise zunächst eine Art Seitwärtsbewegung vollziehen werden, bevor sie den Aufwärtstrend wieder eindeutig aufnehmen. Es scheint in der Tat so zu sein. Auf den Dollar-notierten Preisen scheint ein Deckel zu liegen, der noch nicht zum Durchbruch reif ist. Auf Grund des Moratoriums, das nun in Sachen Irakkrieg eintritt, sollte der Deckel halten. Und die Euro-notierten Preise, also unser Heizöl, genießen den Vorteil Dank der US-Währung etwas zu sinken.

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