Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Es geht doch

Spekulanten konnten in diesen Tagen unter Autismusverdacht geraten. Die Hartnäckigkeit, mit der sie eine gut laufende Konjunktur preisten, nahm krankhafte Züge an. Maßgebliche Zahlen und Prognosen lassen keinen Zweifel daran, dass sich die Wirtschaft in einer schweren Rezession befindet. Ein Ende ist allenfalls für die Asien-Pazifik-Region denkbar aber nicht für die westliche Welt. Gestern war die Ignoranz nicht mehr haltbar. US-Arbeitmarktdaten wirkten wie eine Schocktherapie. Als Folge gaben die Aktienindizes und der Ölpreis deutlich nach. Damit scheint die Preisbewegung nun doch in die von uns bereits am Montag erwartete Richtung zu laufen. Mindestens eine ausgeprägte Gegenbewegung zum Aufwärtstrend der Monate Mai und Juni sollte dabei herauskommen. Noch befindet sich die Preisbildung allerdings in einer Seitwärtsbewegung. Der Dollar nahm gestern den obligatorischen Gegenpart ein. Er stieg. Dabei beginnt er sich aus seiner Seitwärtstendenz zu lösen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Lieferausfälle in Nigeria
OPEC-Exporte gesunken
China füllt Lager auf
Goldman & Sachs setzen auf 110 Dollar pro Barrel in 2010
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Rezession
Arbeitslosigkeit in den USA steigt stark
US-Verbrauchervertrauen gering
Weltbank sieht Weltwirtschaft stärker schrumpfen
EIA, OPEC und IEA prognostizieren Verbrauchsrückgang
Überproduktion von Rohöl
Öllager randvoll

Unsere Heizölpreise drehen abwärts. Die Möglichkeit, dass der seit Mai aufgelaufene Preisanstieg annulliert wird, nimmt konkrete Züge an. Noch befindet sich die Preisbildung im Rahmen der zuletzt gültigen Seitwärtsbewegung. Tiefere Preise bleiben also eine Sache der Hoffnung. Die hat seit gestern immerhin eine gewisse Realitätsnähe. Die Entwicklung bleibt spannend. Wer sie verfolgen möchte, ohne täglich das Internet zu konsultieren, sei auf unseren Preisalarm verwiesen.

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