Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Es geht doch

Nun nimmt der erwartete kurzfristige Preisrückgang ein wenig Form an. Einem verheißungsvollen Start mit einem Minus von vier Prozent folgte gestern allerdings wieder ein Preisanstieg, der einen Teil der Verluste annullierte. Spekulanten suchen nach wie vor jede kleine Gelegenheit, um an steigenden Preisen zu gewinnen. Versorgungs- oder marktrelevante Gründe für den Anstieg gibt es nicht. Im Gegenteil, die fundamentalen Umstände für bullisch eingestellte Finanzjongleure werden immer schlechter. Konjunkturdaten, Nachfrage und Quotendisziplin der OPEC sind schwach. Letztere erhöht das ohnehin zu hohe Angebot weiter. Tiefe Wintertemperaturen, die vereinzelt für einen höheren Verbrauch sorgten, werden Vergangenheit. Der Winter schlug in den USA im Dezember mit einem Plus von 3,2 Prozent beim Heizölverbrauch zu Buche. Im gesamten Jahr 2009 wurden dennoch 4,2 Prozent weniger Rohöl verbraucht als ein Jahr zuvor. Der Dollar gibt etwas nach. Er behält aber seinen insgesamt sehr soliden Aufwärtstrend bei. Das dürfte sich angesichts der Finanzprobleme einiger EU-Staaten sobald nicht ändern.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Finanzhilfen für notleidendes Griechenland in Aussicht gestellt
Spekulanten wollen hohen Ölpreis
Atomstreit mit dem Iran
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sorge um Stabilität des Finanzsystems
OPEC liefert zuviel Öl
Heizölschwemme
Schwache Nachfrage weltweit
Obama will Banken regulieren
China strafft Geldpolitik
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis

Unsere Heizölpreise geben etwas nach. Es handelt sich um eine schwache Reaktion auf die Vorgaben vom Weltmarkt. Diese unterliegen einer erheblichen Dämpfung durch den Dollar. Die Aussichten für mehr Preisrückgang in den kommenden Tagen haben sich ein wenig aufgehellt. Große Veränderungen sollte man allerdings nicht erwarten. Wir halten an der vor zwei Wochen geäußerten Prognose, dass sich die Preise für eine 3000-Liter-Partie in einer Spanne zwischen 55 und 63 Cent bewegen werden, fest. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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