Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Es geht weiter aufwärts

Am Freitag zogen die Ölnotierungen erneut an. Zunächst ging es nur moderat voran, weil das Wochenende vor der Tür stand. Dann wurden die Daten über das amerikanische Bruttoinlandsprodukt bekannt gegeben. Die Daten waren eher enttäuschend. Dennoch macht sich eine neue Euphorie über das wiedererstarken der wichtigsten Volkswirtschaften breit. Es setzt sich die Meinung durch, dass der schlimmste Teil überstanden sei und dass es nun wieder bergauf gehe. Mit den durchwachsenen BIP-Daten kam der Dollar unter Druck. Das wiederrum erforderte eine Reaktion auf den Ölmärkten. Diese stellten die Gegenposition zum Dollar. Kurz, die Wirtschaft kommt in Fahrt, leider nicht aktuell, deswegen fällt der Dollar und weil der Dollar fällt braucht man eine Gegenposition und das ist das Öl, das ja sowieso demnächst wieder gebraucht wird. Wenn man nun noch berücksichtigen würde, dass ein hoher Ölpreis schlecht für die wirtschaftliche Entwicklung ist, dann würde sich die Katze endgültig in den eigenen Schwanz beißen. Ungeachtet solcher Überlegungen durchbricht das in New York gehandelte Crude Oil die 70-Dollar-Marke und zieht sich damit am eigenen Schopf aus dem Sumpf. Der Euro steigt weiter gegenüber dem Dollar. Die Begründung ist die gleiche, wie eben genannt. Das US-Bruttoinlandsprodukt ist zu schwach.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Stark anziehende Aktienmärkte
China füllt Lager auf
Goldman & Sachs setzen auf 85 Dollar pro Barrel bis Jahresende
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Arbeitslosigkeit in den USA steigt stark
US-Verbrauchervertrauen gering
Weltbank sieht Weltwirtschaft stärker schrumpfen
EIA, OPEC und IEA prognostizieren Verbrauchsrückgang
Rebellen kündigen Waffenruhe für Nigeria an
OPEC-Exporte gestiegen
Überproduktion von Rohöl
Öllager randvoll

Unsere Heizölpreise steigen weiter. Sie hängen am Weltmarkt. Der Abschwung beim Dollar kann den Aufstieg der Rohölpreise kaum dämpfen. Der deutsche Heizölmarkt hält sich weiterhin bedeckt. Die Verbraucher wollen an den Börsenspielen nicht teilnehmen. Wer zeitnah informiert sein will, ohne regelmäßig esyoil zu besuchen, sollte unseren Preisalarm verwenden. Er informiert Sie unter anderem immer dann, wenn die Preise fallen.

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