Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Es ist übrigens Hurrikansaison

Die windige Zeit im Golf von Mexiko sorgt Jahr um Jahr für Alarmstimmung an den Börsen. Sie kann die Ölproduktion gewaltig stören. Die Saison beginnt mit steigenden Sommertemperaturen. In diesem Jahr nimmt man keine Notiz vom Hurrikangeschehen. Es findet bisher kaum statt. Zudem wäre kein Platz für ein Wetterereignis, das nicht mindestens eine Bohrplattform versenkt oder eine Stadt überflutet. Die Schuldendebatte in den USA und Europa überlagert alle anderen Themen. Sie geht in die nächste Runde. Nachdem die politische Klasse der USA ihren unter den Augen der Weltöffentlichkeit ausgetragenen Streit beigelegt hat, wird sich die Finanzszene nun wieder der Lage in Europa zuwenden. Spanien und Italien werden die nächsten Adressaten des Ungemachs sein. Danach dürfte sich der Blick erneut auf die USA richten, wenn die Ratingagenturen die angesagte Herabstufung durchführen. Dieser Ablaufplan ist selbstverständlich spekulativ. Die missglückte, schuldenfinanzierte Belebung der Wirtschaft legt ihn lediglich nahe. Als Folge dürften die Aktiennotierungen weiter sinken. Irgendwann sollte es den Ölpreis auch erwischen. Bisher überwiegt der Schutz, den er durch die strukturelle Knappheit des Rohstoffs genießt. Der Dollar wird höchstwahrscheinlich teurer werden, wenn die Unkenrufe der Börsianer von Europa handeln.

preistreibende (bullische) Einflüsse: US-Politik beseitigt Schuldenstreit
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Nordsee-Öl fließt unzureichend
Saudis wollen mehr Geld für ihr Öl
Unruhen in der arabischen Welt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft schlecht
Insgesamt hohe US-Bestände
Lieferung der freigegebenen strategischen Ölreserven
Saudi Arabien hat zuviel Öl im Angebot
Nigeria hat zuviel Öl in Angebot
Staatsschulden in den alten Industrienationen
Anziehender Dollarkurs

Unsere Heizölpreise bewegen sich wenig. Ihnen fehlen die notwendigen Vorgaben der Ölbörsen. Vom Devisenmarkt kommt etwas Auftrieb über die Dollarnotierungen. Trotz einer bemerkenswert pessimistischen Stimmung der Finanzszene halten die Ölpreise ihr Niveau. Das dürfte sich erst ändern, wenn die schlechte Stimmung in Panik umschlägt. Ob das passieren wird, wissen wir nicht. Man sollte die Heizölpreise eng verfolgen, um einen der selten auftauchenden freundlichen Kaufmomente aufzuspüren. Dabei kann unser Preisalarm hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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