Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Es lahmt und läuft weiter

Das westliche Wirtschaftsmodell scheint an allen Ecken und Kanten zu verfallen und weist nicht mehr nur Risse, sondern ganze Krater auf. Während die Wirtschaftsdaten der USA einfach nicht besser werden wollen, deuten die Machthaber in China Hilfen für Europa an. Diese scheinbar verqueren Zusammenhänge, lassen Experten alter Prägung schier in Verzweiflung geraten. Schaut man sich aber einmal jenseits der politischen, philosophischen und wirtschaftlichen Systeme schlicht die Möglichkeiten an, einen gewissen Geldumsatz zu generieren, dann erscheint die augenblickliche Situation als folgerichtige Momentaufnahme. Sofern man anerkennt, dass man nicht sagen kann, welches System am Ende das bessere ist, so kann es zunächst nur darum gehen, das Spiel am Laufen zu halten. Unter dieser Prämisse lässt sich auch das politische Durcheinander in Europa und die Richtungslosigkeit deutscher Politiker besser ertragen. Die Märkte sind heute Morgen jedenfalls ebenfalls von einer Art ängstlicher Ratlosigkeit befallen. Nachdem sie am Freitag eine sinnlose Berg- und Talfahrt hingelegt hatten, geben die Ölnotierungen heute Morgen nach. Ausschlaggebend ist wieder einmal der Devisenhandel. Am Freitag konnten sich die Märkte noch wegen eines scheinbaren Kompromisses zwischen Merkel und Sarkozy beruhigen. Heute ist die Unsicherheit darüber, worüber sich die beiden überhaupt geeinigt haben merklich größer. Die Folge ist, der Euro fällt, Dollar steigt, Öl fällt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
OPEC erhöht die Förderquoten nicht
Unruhen in der arabischen Welt
Finanzmagier sehen höhere Ölpreise
US-Fahrsaison hat begonnen

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudis erhöhen die Förderung
Markt ausreichend mit Öl versorgt
US-Konjunktur läuft nicht rund
Insgesamt hohe US-Bestände
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise geben etwas nach, schwingen aber immer noch um eine leicht ansteigende Trendlinie. Diese Woche scheint eine Menge Potenzial zu haben. Diesmal allerdings ist das Potenzial für einen kleinen Crash größer, als für eine Belebung des Glaubens an eine heile Wirtschaftswelt. Das Schlimmste aus momentaner Verbrauchersicht, aber gleichzeitig das Wahrscheinlichste ist ein weiteres Rettungspaket, weil so wieder mehr Geld in das Finanzsystem geblasen wird. Damit wird der Inflationsdruck erhöht und die Heizölpreise steigen. Dieser Druck rührt aber nicht von den eigentlichen Produktpreisen her, sondern kommt ausschließlich vom Überschuss liquider Mittel an den Börsen dieser Welt. Aber so läuft das System weiter. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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