Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Es sei Konjunktur

An den Börsen ist man der Ansicht, dass die Konjunktur wieder läuft. Und wo sie es noch nicht tut, wird sich das in Kürze ändern. Nach wie vor vorhandene Gefahren im Finanzsystem werden nicht diskutiert. Ebenso wenig interessiert, dass ein Motor moderner Industriegesellschaften, die Autosparte, in einer kapitalen Sinnkrise steckt. Über gestiegene Hausverkäufe in den USA wird statt dessen gejubelt. Dass die Preise weiter erodieren, ist zweitrangig. Die berauschte Stimmung an den Börsen treibt ihre Indizes sowie Rohstoffpreise in die Höhe. Öl ist mit im Rennen. Seit Mai laufen die Preise außerordentlich bullisch. Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht. Allenfalls kann man als Reaktion auf die Übertreibung der letzten Tage eine erleichternde Gegenreaktion als möglich annehmen. Der Dollar befindet sich im freien Fall. Angesichts der Verschuldung in den USA sind keine Gegenmaßnahmen der Notenbank zu erwarten. Der Absturz ist ein billiger Teil der Krisenbewältigung.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Konjunktur wird freundlich gesehen
Haussierende Aktienmärkte
US-Bestände gesunken
China importierte im April mehr Öl
Lieferausfälle in Nigeria
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: EIA, OPEC und IEA senken Nachfrageprognose erneut
Überproduktion von Rohöl
Öllager randvoll
Goldman & Sachs prognostiziert 45 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise befinden sich in einem bullischen Lauf. Der wird vom Weltmarkt diktiert. Der fallende Dollar verhindert Schlimmeres. Den Aufwärtstrend kann er nicht stoppen. Nichts deutet derzeit darauf hin, dass die Bewegung demnächst ein Ende findet. Die Sorge, dass sie zu alten Höhen zurückführt, wächst. Plausibel ist die Preisbewegung nicht. Denn prinzipiell ist der Markt mit Öl überversorgt. So bleibt derzeit nur die Hoffnung auf baldige Heimkehr der Vernunft. Wer die Entwicklung verfolgen möchte, ohne täglich das Internet zu konsultieren, sei auf unseren Preisalarm verwiesen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen