Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Es wird Aufschwung zelebriert

Mitte der Woche haben die US-Bestandsdaten Einfluss auf die Preisbildung. Eigentlich handelt es sich dabei um ein Nichtereignis. Der Betrachtungszeitraum von nur einer Woche ist für ausreichend vertrauenswürdiges Datenmaterial zu kurz. Darüber hinaus sind die Bestände aktuell dermaßen hoch, dass jedwede Veränderung irrelevant für die Versorgung ist. Sie ist ohne wenn und aber gesichert. Am Markt geht man allerdings vollkommen anders mit den Daten um. Im Fieber der Auferstehung aus der Finanzkrise muss alles, was argumentativ einen Funken Knappheit in die Ölwelt bringt, als Begründung für steigende Preise herhalten. Gegenteilige Einflüsse werden tendenziell ausgeblendet. Die relativ hohen Preise veranlassen die OPEC dazu, mehr Öl zu liefern als vorgesehen. Auf Dauer wird sich die bullische Stimmung am Ölmarkt deshalb nicht halten können. Der Überfluss wird über kurz oder lang einen Einbruch der Preise verursachen. Das Unangenehme an der Sache ist, dass dem fälligen Einbruch ein beachtlicher Preisanstieg vorausgehen kann, so dass dabei aus heutiger Sicht ein preisliches Nichtereignis entstünde. Beim Dollar droht ein Absturz. Der wäre Speed für den Ölmarkt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Positive Konjunkturdaten weltweit
Stark anziehende Aktienmärkte
China füllt Lager auf
Goldman & Sachs setzen auf 85 Dollar pro Barrel bis Jahresende
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC-Exporte gestiegen
Überproduktion von Rohöl
Öllager randvoll
Arbeitslosigkeit in den USA steigt stark
US-Verbrauchervertrauen gering
Weltbank sieht Weltwirtschaft stärker schrumpfen
EIA, OPEC und IEA prognostizieren Verbrauchsrückgang
Rebellen kündigen Waffenruhe für Nigeria an

Unsere Heizölpreise steigen. Das Finanzspektakel bringt sie weiterhin voran. Ein Ende des berauschten Anstiegs ist nicht zu erkennen. Aus fundamentaler Sicht müssten die Preise im Jahresverlauf definitiv tiefer ausfallen. Der Rausch des Geldes im Finanzspektakel verleiht ihnen aber ungeahnte Flügel. Es macht allemal Sinn, den eigenen Verbrauch zu reduzieren, um sich damit ein Stück Unabhängigkeit von Preisturbulenzen zu erkaufen. Hilfreiche Informationen findet man in unserem Logbuch für den Heizölverbrauch.

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