Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Es wird auf Unruhe gesetzt

Nach einer kurzen Verschnaufpause legen die Ölpreise wieder zu. Bereits am vergangenen Freitag nahm der Zug wieder Fahrt auf. Heute Morgen steigen die Ölpreise noch einmal schneller an. Die Unsicherheit über die Situation im nordafrikanischen und vermehrt auch arabischen Raum treibt die Ölpreise. Viele Anleger sehen in den Unruhen eine gute Möglichkeit schnelles Geld zu machen und wetten auf weitere Unruhen, einen längeren Bürgerkrieg in Libyen und weitere Demokratiebewegungen im gesamten Nahen Osten. Während Gaddafi seinen vermeintlichen Sieg über das Fernsehen verbreiten will, ist das Internet voll von Nachrichten über blutige Kämpfe. Auch in Saudi Arabien steigert sich der Unmut über die bisherige Staatsform und die fehlende Teilhabe der Bevölkerung am Wohlstand. Welche Bedeutung die einzelnen Staaten haben, kann man in dieser Grafik der Financial Times Deutschland gut sehen. Der industrialisierte Rest der Welt funktioniert trotz der Ölpreissteigerungen noch gut. Die letzten Wirtschaftsdaten aus den USA geben Konjunkturoptimisten weiter Rückenwind. Also hat der Ölpreis noch Luft nach oben, bevor die Weltkonjunktur Schaden nimmt. Die Weltpolitik schaut nicht nur dem Bürgerkrieg in Libyen zu. Es ist auch noch nichts von Bemühungen zu hören, die Katastrophe nicht auf andere arabische Länder übergreifen zu lassen. Man könnte ja mal vorausschauend für Veränderungen in Saudi Arabien werben. Dort wurde stattdessen ein Versammlungsverbot verhängt. Es scheint für die Ölpreise weiterhin nur eine Richtung zu geben und die zeigt nach oben. Der Euro hält bereits ordentlich dagegen, aber es reicht bei weitem nicht aus, um die Steigerungen des Ölpreises wieder wettzumachen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Knappheitsgerüchte in Europa
Libyen fällt als Lieferant weitgehend aus
Sorge vor Ausweitung der Unruhen im Nahen Osten
Gute Konjunkturzahlen aus der alten Industriewelt
US-Bestände sinken
Chinas Ölkonsum wächst
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Dollarkurs sinkt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudi Arabien, Kuwait u.a. erhöhen Produktion
IEA hat die Option der Reservemengen
Hohe US-Bestände
Schwache US-Nachfrage

Unsere Heizölpreise steigen und legen heute Morgen sogar noch eine Schippe drauf. Libyen scheint auf unabsehbare Zeit als Lieferant ausgefallen zu sein. Die Unruhen dauern weiter an. Die internationalen Ölbörsen setzen weiter auf steigende Ölpreise und einer Ausweitung der Unruhen. Das Aufwärtspotenzial ist viel größer als das Abwärtspotenzial. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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