Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Euro am Abgrund

Alle schauen nach Europa. Hier droht gerade eine Währung zu kollabieren. Die Schockwellen gehen von Spanien aus. Das Land kämpft mit der Implosion des Immobilienmarkts. Es ist die gleiche Situation wie vor vier Jahren in den USA. Damals folgte als direkte Konsequenz der Vorgänge die globale Finanz- und Wirtschaftskrise. Diese wurde mit einer ebenso bizarren Methodik bekämpft, wie zu ihrer Entstehung führte. Nicht zuletzt deshalb konnte von Heilung nie die Rede sein. Ein erneuter Ausbruch stand von Beginn an auf der Agenda, allerdings ohne Termin. Den gibt es heute immer noch nicht. Es gibt aber die Causa Spanien mit einer fünfmal so großen Wirtschaftsleistung wie die Griechenlands. Sie kann durch keine Rettungsschirmkonstruktion gelöst werden. Das wäre schon genug Stoff für einen soliden Börsenabgang. Gestern war es nicht genug. Die Finanzszene nahm die tägliche Dosis Wirtschaftsdaten zur Selbstkasteiung auch noch entgegen. Über was die Zahlen genau fabulieren, ist irrelevant. Sie benennen das, was das Gros der Menschen erlebt und was die abgeschlossene Finanzwelt nur als Zahlenwerk begreift. Für den Ölinvestor gab es noch eins oben drauf. Er musste zur Kenntnis nehmen, dass der fallende Ölverbrauch der USA ein 15-Jahres-Tief erreicht hat. Die Hoffnung auf steigende Nachfrage während der diesjährigen Fahrsaison mutet vor diesem Hintergrund geradezu lächerlich an. Aktien- und Ölnotierungen gaben kräftig nach. Die Sorte Brent nähert sich der von der OPEC ausgerufenen Zielmarke von 100 Dollar pro Barrel. Der Abwärtstrend läuft so gut, dass ein Halt bei dieser Marke derzeit schwer vorstellbar ist. Noch steiler als die Ölpreiskurve verläuft die des Dollars. Sie zeigt aber in umgekehrte Richtung.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Irans Ölangebot auf 20-Jahres-Tief
Atomverhandlungen gescheitert

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schlechte Konjunkturprognosen
Schuldenkrise in den alten Industrieländern
US-Verbrauch auf 15-Jahres-Tief
Hohe Ölbestände weltweit
OPEC pumpt sehr viel Öl in den Markt
OPEC will Reservekapazitäten steigern

Unsere Heizölpreise fallen wieder. Sie schaffen das sogar gegen den stark steigenden Dollar. Die Ölnotierungen gaben gestern stärker nach. Das ist trotz ihres soliden Abwärtstrends beileibe nicht immer zu erwarten. In den nächsten Tagen könnte es mit Blick auf die panikartige Situation an den Börsen aber durchaus so weitergehen. Irgendwann kommt dann wieder der übliche Geldeingriff der Politik. Der wird eine plötzliche Umkehr der Preisentwicklung bewirken. Von Dauer wird sie in den nächsten Monaten aber kaum sein. Die Lage bleibt für Heizölpreisspekulanten spannend. Es bahnen sich freundliche Kaufmomente an. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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