Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Europäische Idee wird Banken geopfert

Die Finanzszene hat es erneut geschafft, ihr angeschlagenes System auf Kosten Europas und hier insbesondere auf Kosten der Bürger jener Staaten, die als vergleichsweise solide gelten, aus der Schlinge zu ziehen. Angela Merkel wurde einmal mehr zur Sozialisierung von Bankenschulden gezwungen. Diesmal waren es nicht die eigenen Banken. Freitag war ein Freudentag für die Finanzszene und wahrscheinlich der Anfang vom Ende des Europas, das seinen Bürgern von der Politik aufgezwungen wird. Dieses Europa können wir nicht wollen. Es ist nicht das Europa seiner Bürger. Es ist nicht das Europa, das sich dadurch auszeichnet, nach Jahrhunderten höllischer kriegerischer Streits ein friedvolles Miteinander gefunden zu haben. Es ist das Europa einer allmächtigen Bankengesellschaft, die es zu ihren Gunsten filettiert, die die geschichtliche Errungenschaft ignoriert und sie skrupellos riskiert. Der Euro ist ihr Herrschaftsinstrument. Mit diesem Euro ist Europas Frieden in höchster Gefahr. Sinnbild eines am Roulettetisch verschacherten Europas sind die Börsenbewegungen des vermutlich legendären Freitags. Der europäische Aktienindex schoss um fünf Prozent in die Höhe. Rohölpapiere wurden um fast zehn Prozent aufwärts katapultiert. Am Ölmarkt tat sich indes nichts, was nicht längst bekannt war. Banken feierten einen Sieg, zu dem ihnen die Politik willfährig verhalf, schamlos. Einen Teil der absurden Gewinne werden sie heute abgeben, weil einige ihrer Vertreter die Sorge ereilt, diese längerfristig nicht halten zu können. Die im Kern plausiblen Abwärtstrends der Ölnotierungen sind angezählt. Der nächste Schlag wird sie umhauen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Beschlüsse zur europäischen Bankenrettung
Ausfälle in Norwegen
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Kriegsgefahr zwischen Syrien und der Türkei
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
China importiert so viel Öl wie nie zuvor

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US-Verbrauch auf 15-Jahres-Tief
US-Produktion auf 14-Jahres-Hoch
OPEC produziert über Quote
Hohe Ölbestände weltweit
China importiert Öl aus dem Iran
Schuldenkrise in den alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise steigen. Der jüngste Aufwärtsruck durchbrach den Abwärtstrend. Damit ist eine neue Situation entstanden. Da diese im Wesentlichen politisch bedingt ist, muss einige Tage lang abgewartet werden, wie sie sich real ausbildet. Der Anstieg der Heizölpreise fiel deutlich moderater aus, als der Anstieg der Rohölnotierungen. Zum einen ist das darin begründet, dass Gasöl „nur“ einen Anstieg von rund fünf Prozent erfuhr. Zum anderen verlor der Dollar zwei Prozent. Durch die eingebauten Trägheiten zwischen Börsengezappel und Heizölpreisen ist die Differenz zu den Preisen von Freitagmorgen deutlich geringer. Der Binnenmarkt ist weiterhin durch ein überdurchschnittlich hohes Kaufverhalten belastet. Bedingt durch die Konsequenzen der Brüsseler Beschlüsse wird es riskanter, spekulativ eingestellten Verbrauchern zum Aussitzen des Problems zu raten. Die Sache kann gut gehen. Sie kann aber auch total fehlschlagen, wenn die Finanzszene tatsächlich an die zugesagte Unterstützung der Politik kommen sollte. Einfacher ist es, spekulationsunwilligen Verbrauchern jetzt zum Kauf zu raten. Noch ist der jüngste Preisanstieg verkraftbar. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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