Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Europa liefert bullischen Impuls

Die überraschende Schätzung eines Analysten, dass die Heizöl- und Dieselbestände Europas deutlich unter die Vorjahreswerte gesunken seien, sorgte gestern für steigende Preise. Da die Nachfrage in Deutschland und die Exporte in die USA sehr hoch waren, wurden die Bestände umgeschichtet. Sie befinden sich nun in den Verbrauchertanks und in den US-Lagern. An den Börsen kam der scheinbar bullische Gehalt der Meldung gut an. Produktionsprobleme und eine Streikdrohung in Norwegen unterstützten die Stimmung. Der Dollar verlor kräftig an Wert. Als Grund wird eine Umschichtung der chinesischen Devisenbestände zu Gunsten des Euros genannt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Destillatbestände in Europa gesunken
Produktionsprobleme in Norwegen
Bestandsrückgang in den USA
Saudi Arabien und VAE werden Lieferungen kürzen
Rebellen erhöhen Druck auf Nigerias Ölindustrie
Zweifel an US-Konjunkturabkühlung

Chinas Ölimporte wachsen um 15%

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Markt ist überversorgt
Zweifel an OPEC-Kürzungen
US-Konjunktur scheint sich abzukühlen
OPEC und IEA senkten Nachfrageprognose
Gute Vorratslage der OECD-Länder
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe

Unsere Heizölpreise ziehen moderat an. Die deutliche Preissteigerung am Weltmarkt wird durch sinkende Dollarnotierungen gedämpft. Die Nachfrage im Inland beruhigt sich. Damit werden die letzten rechnerischen Preisüberhöhungen gegenüber dem Weltmarkt beseitigt. Die Lieferzeiten sind in den meisten Regionen nahe an der üblichen Zeitspanne angekommen. Für günstige Lieferungen liegen sie bei zwei bis drei Wochen. Wer die Ware schneller braucht, weil der Tank leer ist, muss mit Mehrkosten rechnen. Die Lieferzeiten müssen jetzt auch wegen der MwSt.-Erhöhung berücksichtigt werden. Die Erhöhung wird im Dezember eingepreist, weil Bestellungen erst im Januar zur Auslieferung kommen.

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