Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Europas Öl wird der Hahn zugedreht

In Norwegen gelingt die Einigung über das Renteneintrittsalter der Ölarbeiter nicht. Nun droht die Schließung der gesamten Öl- und Gasförderung. Norwegen ist der größte reineuropäische Energielieferant. Die infolge des vorangegangenen Streiks aufgelaufene Mengenreduzierung trug bereits zum Anstieg der Ölnotierungen bei. Einen Ausgleich schafften schlechte Konjunkturdaten aus den USA, Europa und China. Die dürften bei einem Totalausfall norwegischen Öls in den Hintergrund treten. Weitere Preissteigerungen wären temporär unvermeidbar. Sobald die Produktion wieder normal läuft, wechselt die Stimmung sehr wahrscheinlich von bullisch auf bärisch. Innerhalb der OPEC geht die Sorge um, dass die Ölnotierungen dann ihren Abwärtstrend fortsetzen werden. Deshalb gibt es den Wunsch, ein Sondertreffen einzuberufen, auf dem über Mengenkürzungen entschieden wird. Ein Maß für die bärische Grundstimmung am Markt ist der Dollarkurs. Er hat wieder seine Rolle als Fluchtwährung inne. Grund zur Flucht liefert in erster Linie die Eurozone, die unter den gegebenen Unständen scheitern wird.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Norwegen vor Totalausfall
Stützungsaktionen von Notenbanken
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Kriegsgefahr zwischen Syrien und der Türkei
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
China importiert so viel Öl wie nie zuvor

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Serie schwacher Konjunkturdaten weltweit
OPEC produziert über Quote
Hohe Ölbestände weltweit
China importiert Öl aus dem Iran
Schuldenkrise in den alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise steigen nicht mehr. Hauptgrund ist der abrupte Stopp von Heizölkäufen in Deutschland. Die Lage am vollkommen ausverkauften Binnenmarkt kann sich entspannen. Damit entspannen sich auch die Preise. Vom Weltmarkt kommen tendenziell preisdrückende Einflüsse. Heute muss allerdings aufgrund der Lage in Norwegen mit dem Gegenteil gerechnet werden. Wir raten dazu, sich weiterhin vom Heizölmarkt fern zu halten. In ein paar Wochen sollten die Preise wieder niedriger sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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