Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Förderquoten

Eine Erhöhung ihrer Quoten hat die OPEC auf ihrer Sitzung im September abgelehnt. Darüber hinaus wurden die Mitglieder eindringlich auf Einhaltung der bestehenden Verpflichtungen eingeschworen. Aber sie erhöhen Monat für Monat ihre Förderung. Das Kartell pumpte im September 0,43 Mio. Barrel mehr Öl in den Markt als im August. Inzwischen liegt der Ausstoß 10% über der Quotierung.

Den Vogel schießt Algerien ab mit einer Überproduktion von 48,6%. Saudi Arabien ist doch nicht ganz so treulos wie am Freitag gemeldet. Die Missachtung der Vorgabe beträgt lediglich 10,7%. Das ist im Konzert aller Mitglieder Mittelmaß.

Nun hat die OPEC eine neue Formel gefunden, mit der Haltung der Teilnehmer am Quotenrummel umzugehen. Statt einer Mahnung zur Einhaltung ließ ihr Präsident am Wochenende verlauten, der Markt könne die Mengen derzeit gut aufnehmen. Da stellt sich natürlich die Frage, warum die Ölgurus das nicht bereits im September erkannt und umgesetzt haben?

Neben diesem verbraucherfreundlichen Verhalten der OPEC ist der Ölmann und US-Präsident George Bush weiterhin der entscheidende Einflussfaktor für die Preise. Nun hat er sowohl vom Senat als auch vom Kongress alle gewünschten Vollmachten für seine Irak-Schlacht. Das setzt die Preise mal wieder unter Dampf.

Heute Morgen reagiert der Gasölpreis erfreulich zurückhaltend auf das Irak-Thema. Mit 240$ pro Tonne überschreitet der Preis das Top vom Freitag nicht.

Unser Heizölpreis hat in den letzten Tagen einen leichten Abwärtsschwung hingelegt. Nun wird er mal wieder Auftrieb bekommen. Nachdem das Thema Irak aber größten Teils in den Preisen verarbeitet sein sollte, rechnen wir nicht mit starken Anstiegen in der nächsten Zeit.

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