Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Für die Galerie

Der Iran stoppt alle Öllieferungen nach Frankreich und Großbritannien. Mit der Maßnahme will Teheran dem Ölboykott der EU zuvorkommen. Sie soll vermutlich eine Demonstration der Unbeugsamkeit und Entschlossenheit sein. Es ist eine Demonstration verbaler Radikalität. Denn beide nun boykottierten Länder beziehen gar kein Öl mehr aus dem Iran. Dem Regime gehen keine Ölerlöse verloren, die auf eigenen politischen Zwangsmaßnahmen beruhen. Die der Boykottankündigung folgende Aussage, man werden nun neue Kunden für die freien Ölmengen suchen, ist korrekt. Genau das muss geschehen, um die daniederliegende Wirtschaft vor noch mehr Schaden zu bewahren. Unterdessen erhöhen die USA ihrerseits die Kriegsrhetorik. Ganz ohne Auswirkung auf die Börse bleibt das unsägliche Spiel nicht. Unterstützung findet die bullische Lage durch die Tatsache, dass die Öllieferungen aus dem Südsudan über viele Monate ausfallen werden. Weil keine Einigung über den Preis für die Durchleitung durch den Sudan gefunden wird, musste die Produktion eingestellt werden. Ihre Wiederinbetriebnahme kann bis zu sechs Monate dauern. Dem Weltmarkt geht nur eine homöopathische Dosis verloren, die angesichts der grenzwertigen Versorgungslage aber ernst genommen wird. Dem Südsudan geht die wirtschaftliche Grundlage verloren. Dort droht ein Krieg. Den vermutlich stärksten bullischen Einfluss hat die erwartete Freigabe von Hilfsgeldern für Griechenland und die daran geknüpfte Abwendung einer Staatspleite. Vor ihr fürchtet sich die Finanzwelt. Bleibt sie aus, tanzen die Bullen. Der Euro steigt, weil sie auszubleiben scheint.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Griechenland bekommt wahrscheinlich die benötigte Staatshilfe
Iranisches Öl ist ein Politikum
Ausfälle von Lieferungen aus Südsudan, Jemen, Nigeria
Raffinerieprobleme in Europa
Binnenschifffahrt in Deutschland eingeschränkt
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: IEA wird Reserven bei Ausfall Irans freigeben
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise halten das Niveau. Bullischen Ölnotierungen steht ein bärischer US-Dollar gegenüber. Die Lage im Binnenmarkt entspannt sich langsam. Der Nachschub fließt wieder. Lediglich die Raffinerielage in Bayern ist unverändert. Wesentlicher Faktor der Entspannung ist das Ausbleiben von Heizölbestellungen. Wenn keiner Heizöl will, kann das Angebot nicht knapp werden. Knapp wird in dem Fall nur der eigene Vorrat. Hier liegt das Problem. Ein Heizölboykott bei geringer Vorratsmenge führt in der aktuellen Lage wahrscheinlich dazu, diesen bei noch höheren Preisen aufgeben zu müssen. Als Verbraucher spekuliert es sich derzeit nicht gut. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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