Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Fallende Börse ist gute Börse

Das Konjunkturdatenlotto lieferte in den letzten Tagen durchweg unfreundliche Zahlen. Finanzjongleure reagieren verschnupft. Sie lassen von Ölnotierungen ab. Verbrauchers Welt wird dadurch freundlicher. Die Wirtschaftsredaktionen in Presse, Funk und Fernsehen haben den Paradigmenwechsel noch nicht verstanden. Sie würdigen nach wie vor steigende Börsen. Volkswirtschaftlich sind nachgebende Börsen indes wertvoller. Die OPEC arbeitet ernsthaft an der Senkung der Ölpreise. Einige ihrer Köpfe haben begriffen, dass das aktuelle Niveau oder gar ein höheres geschäftsschädigend ist. Deshalb fluten sie den Markt mit Öl. Ihre eigenen Angaben zur Produktion übersteigen die der IEA (OECD-Beobachter) und EIA (US-Beobachter). Einig sind sich alle, dass die Förderung die selbst gesetzte Limitierung überschreitet. Da sie gegenwärtig nicht weiter steigerbar ist, bleibt der Effekt auf die Ölpreise eher schwach. Einen Ruck zu tieferen Preisen könnten eine Einigung und die Rücknahme des Embargos in der Iranaffäre bringen. Dadurch würde sich das Angebot nochmals erhöhen und die Reservekapazitäten würden entlastet werden. Umgekehrt würden erfolglose Verhandlungen zu einem erneuten Ansteigen der Ölpreise führen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: USA steigern Ölverbrauch
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Ausfälle von Lieferungen aus Nordsee, Südsudan, Jemen, Kanada, Iran, Brasilien
Asiatische Ölnachfrage wächst
Ölembargo gegen den Iran ab Juli

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: OPEC pumpt sehr viel Öl in den Markt
OPEC will Reservekapazitäten steigern
Überschüssiges US-Rohöl steht ab Mitte Mai dem Weltmarkt zur Verfügung
Hohe Ölbestände weltweit
Schuldenkrise in den alten Industrieländern
Konjunkturen der alten Industrieländer laufen nicht rund

Unsere Heizölpreise geben nach. Der Weltmarkt lieferte den Anstoß. Sein gestriges Entstehen setzt Phantasien für eine stärkere Abwärtsbewegung frei. Noch steht dieser allerdings die Unsicherheit in der Iranaffäre im Weg. Bis die vom Tisch ist, sind die Grenzen des neunmonatigen Aufwärtstrends gültig. Sie bieten relativ wenig Spielraum nach unten. Die Entwicklung kommt in eine interessante Phase. Bleiben Sie dran! Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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