Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Finanzkrise x-te Folge

Der Ölpreis erholt sich. Seit dem deutlichen Tief vom Montag steigen die Börsennotierungen. Die Markt- und Wirtschaftslage ist allerdings unverändert zu den vergangenen Tagen und Wochen. Überproduktion beim Öl und Sorgen vor einem Abflauen der Konjunktur sind die beherrschenden Themen. Hinzukommt die kritische Lage spanischer Banken und die Probleme bei der Refinanzierung der Staatsschulden. Aus dieser Gemengelage lässt sich schwer eine bullische Tendenz entwickeln. Insofern sollte die Ölpreiserholung noch keine Trendwende darstellen. Wir sehen in ihr eine klassische Gegenreaktion auf die starken Verluste der letzten Tage. Die Politik könnte diese Einschätzung durch eine beherzte Spendenaktion für notleidende Banken ändern. Ihr Krisenmanagement ist allerdings wenig vertrauenerweckend. All das bisher ins System gepumpte Geld brachte keine Heilung. Es floss durch den fehlenden Boden. In anderen Worten, das Pulver zur Rettung der Finanzsysteme neigt sich seinem Ende zu. Damit fehlt der Stoff für steigende Börsennotierungen. Ausdruck findet die Verzweiflung der Bankenretter in folgender Reuters-Meldung. „Nach Angaben des japanischen Finanzministers Jun Azumi haben sich die G7-Länder darauf geeinigt, die Probleme in Griechenland und Spanien gemeinsam anzugehen.“ Fragt sich, was sie bisher miteinander getrieben haben. Gestern wurden übrigens wieder schlechte Wirtschaftsdaten verkündet.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Irans Ölangebot auf 20-Jahres-Tief
Atomverhandlungen gescheitert

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schlechte Konjunkturprognosen
Schuldenkrise in den alten Industrieländern
US-Verbrauch auf 15-Jahres-Tief
US-Rohölvorräte auf 22-Jahres-Hoch
Hohe Ölbestände weltweit
OPEC pumpt sehr viel Öl in den Markt
OPEC will Reservekapazitäten steigern

Unsere Heizölpreise steigen ein wenig. Sie folgen damit der Gegenreaktion an den Ölbörsen. Es ist gut möglich, dass diese für weiteren Preisauftrieb sorgen wird. Sie sollte aber nach unserer Einschätzung keine Trendwende bei den Heizölpreisen einläuten. Weiterhin auf fallende Preise zu setzen, ist reine Spekulation. Dessen muss sich jeder Nutzer dieser Seite bewusst sein. Es ist aber eine Wette mit realistischer Gewinnchance. Wer Spekulation prinzipiell ablehnt, sollte nun Heizöl ordern. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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