Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Finanzwelt bleibt am Ruder

Die Griechen haben gewählt. Eine Regierungsbildung ist de jure möglich. An den Börsen goutiert man die Entscheidung heute Morgen, denn die Hoheit über das griechische Finanzsystem bleibt EU und IWF erhalten. Die Wahl zeigt eine Zweiteilung der Gesellschaft. Sie wird das Land de facto unregierbar halten. Auf den Straßen wird man den menschenverachtenden Zwang der Finanzsystematik nicht akzeptieren. Neue Proteste sind im Anmarsch. Für den Euroraum bedeutet die Wahl die fortgesetzte Verweigerung einer lösungsorientierten Politik. In anderen Worten, das perspektivlose Treiben, das in der klassischen Ökonomie zu Rezessionsangst führt, dauert an. Entsprechende Zahlen aus den volkswirtschaftlichen Abteilungen wurden und werden zuhauf geliefert. Sie führen aktuell dazu, dass die Finanzszene auf neune Spritzen der Notenbanken setzt. In die Aufregung um das kleine Griechenland wird sich in dieser Woche das Geschacher um das iranische Atomprogramm mischen. Die Verhandlungen werden in dieser Woche wieder aufgenommen. Die Ölwelt hat darüber hinaus das Ergebnis des OPEC-Treffens zu verarbeiten. Griechisch ausgedrückt ist es sybillinisch. Man kann sich aussuchen, ob man es als Mengensteigerung oder als Mengenreduzierung verstehen will. Die Quoten wurden beibehalten. Das Überangebot soll reduziert werden. Alle Mitglieder mit Ausnahme des Iraks und Libyens sollen zum Produktionsniveau vom letzten November zurückkehren. Da beide Länder mittlerweile wieder gut produzieren, ergibt sich dabei rechnerisch die derzeit auf den Markt gebrachte Menge. Sie liegt fünf Prozent über Quote. In den Preisen wird sich dieser Umstand vermutlich erst in einigen Tagen wieder spiegeln. Zunächst muss mit anziehenden Notierungen gerechnet werden.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Griechisches Wahlergebnis
OPEC beschließt Quotentreue
Finanzszene spekuliert auch frisches Geld der Notenbanken
China importiert so viel Öl wie nie zuvor
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: OPEC pumpt sehr viel Öl in den Markt
US-Verbrauch auf 15-Jahres-Tief
US-Produktion auf 14-Jahres-Hoch
US-Rohölvorräte auf 22-Jahres-Hoch
Hohe Ölbestände weltweit
Schuldenkrise in den alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Dem Anstieg der Ölnotierungen steht ein nennenswerter Rückgang des Dollars gegenüber. Auf den Heizölpreis wirkt das neutral. Der Abwärtstrend ist technisch weiterhin intakt. Gleichwohl geben die Preise nicht nach. In Trends können sich Preise temporär gegenläufig entwickelt, ohne dass damit der Trend beendet ist (siehe hier). Spekulativ eingestellte Heizölkäufer sollten darauf setzen. Wer die Spekulation ablehnt, findet momentan immer noch recht ordentliche Heizölpreise zum Sofortkauf. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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