Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Frühlingstemperaturen in den USA

In Boston werden heute 16 Grad Celsius erwartet. Der Heizölverbrauch liegt dort 20 % unter dem Vorjahr. Die Situation fördert das Gefühl von Überversorgung. Der Gedanke an Versorgungsengpässe ist in weite Ferne gerückt. Fortschritte bei der Reparatur der Ölanlagen im Golf von Mexiko und anhaltend hohe Fördermengen der OPEC verstärken die bärische Stimmung. Der vor zwei Monaten gestartete Abwärtstrend der Heizölpreise ist immer noch vollkommen unbeschädigt. Das kann man von der Dollarbewegung nicht sagen. Gestern wechselte die Richtung abermals. Der Dollar stieg nach guten Stimmungsdaten der US-Verbraucher.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Raffineriekapazitäten knapp
Gesunkener US-Verbrauch nicht nachhaltig
Weltweite Nachfragesteigerung

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Milde Temperaturen in US-Heizölregion
US-Heizölverbrauch 20 % unter Vorjahr
Vorratslage in jeder Beziehung auskömmlich
Instandsetzung nach Hurrikanschäden kommt voran
US-Verbraucher sparen Öl
IEA senkt Nachfrageprognose
Aussicht auf Verdoppelung der saudischen Reserven
Charttechnik: Kurzfristiger Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Der Preisdruck kommt vom Weltmarkt. Die Versorgungslage im Inland ist teilweise wegen niedriger Pegelstände auf den Wasserstraßen behindert. Das führt zu regionalem Preisauftrieb. Solange die Temperaturen in den USA den Heizölbedarf dort bremsen, kann sich der Preisrückgang auch hierzulande fortsetzten. Gegenanzeige: Wetter ist ein instabiles Metier. Plötzliche Änderungen gehören zum Normalverlauf.

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