Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Frisches Öl hält Preise im Zaum

Mit der Ankündigung Saudi Arabiens, die Förderung auf 11 Mio. Barrel pro Tag zu erhöhen, wurden die Preise am Durchstarten oberhalb der 50$-Marke gehindert. Das zusätzliche Öl stammt aus zwei neuen Ölfeldern, die gerade in Betrieb gegangen sind. Die vielfältigen bullischen Markteinflüsse bestehen fort. Sie traten gestern nur kurzzeitig in den Hintergrund.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Lieferausfälle wg. Unruhen in Nigeria
Terrorgefahr für irakische und saudische Produktionsanlagen
Niedrige US-Vorräte
Lieferausfälle nach Hurrikan Ivan
Gefahr von Lieferausfällen wg. Steuerstreit bei Yukos
OPEC an der Grenze ihrer Förderkapazitäten
Gefahr von Lieferausfällen in unsicheren Förderstaaten
Sorge über Heizölverknappung zum Winter
Nachfragewachstum über allen Erwartungen
Fonds setzen auf steigende Preise
Charttechnik, Aufwärtstrend dominant

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudi Arabien erhöht Förderung um 1,5 Mio. b/d (starker Einfluss)
Strategische Vorräte der USA könnten geöffnet werden
Putin sichert +12% Produktion Russlands in diesem Jahr zu

Unsere Heizölpreise sind in ihrem Anstieg kaum zu bremsen. Vom Innehalten des Preisauftriebs am Weltmarkt war hierzulande nichts zu spüren. Die Nachfrage zieht erwartungsgemäß kräftig an. Dadurch wird in einigen Tanklagern die Ware knapp. Das führt zu regionalen Teuerungseffekten. Für viele Verbraucher ist die Zeit der freien Entscheidung über den Kaufzeitpunkt abgelaufen. Die Tanks sind leer. Heizöl muss beschafft werden, egal zu welchem Preis. Wer mit seinem Vorrat über die Jahreswende kommt, sollte sich jetzt aus dem Geschäft heraushalten.

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