Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


G20-Treffen zündet den Nachbrenner

Das Treffen der größten zwanzig Industrienationen war das bestimmende Thema des gestrigen Tages. Mit den Beschlüssen sorgte es für einen fulminanten Kursanstieg an den Aktien- und Ölmärkten. Dabei verzeichneten die Ölmärkte den größten Anstieg. Crude Oil, das an der New Yorker Börse gehandelt wird, zog um zwischenzeitlich ca. 9 Prozent an. Der Beschluss sieht insbesondere die stärkere Regulierung der Finanzmärkte vor. Unter anderem sollen die Steuer- und Finanzoasen trocken gelegt werden. Das Bankgeheimnis stünde vor seinem Ende, meinte der britische Premier Gordon Brown. Die schweizer Wirtschaftsministerin Doris Leuthard erteilte einer Aufweichung des Bankengeheimnisses postwendend eine Absage. Der wirkliche Treibsatz besteht jedoch aus dem beschlossenen Finanzrahmen. Die Zusagen summieren sich auf ca. 1100 Mrd. Dollar. Zum Teil sind bereits bestehende Finanzierungen enthalten. Mit dem Geld soll vor allem der IWF (Internationaler Währungsfond) ausgestattet werden. Dieser erhält auch einen umgebauten Finanzrat, der auf Gefahren für das Währungs- und Finanzsystem hinweisen soll. Die ärmsten Länder sollen mit ca. 6 Mrd. Dollar aus Goldverkäufen des IWF gestützt werden. Der Goldkurs fiel gestern entsprechend. Die indirekte Unterstützung der Wirtschaft soll dem Umbau in eine grüne Wirtschaft bewirken. An diesem Punkt blieb der Beschluss allerdings sehr wage. Lediglich das Ziel als solches wurde neben der Vereinbarung sich wiederzutreffen in den Beschluss aufgenommen. Der Dollar ging erneut auf Talfahrt. Dies wurde durch die nur geringe Zinssenkung der EZB von 0,25 Prozentpunkten beschleunigt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Beschluss des G20-Treffens in London
Gelddruckprogramm der USA
Rallye an den Aktienmärkten
OPEC Exporte gefallen
Lieferausfälle in Nigeria
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC verzichtet auf weitere Kürzung
Weltweite Nachfrage sinkt
Enttäuschung über US-Stimulusprogramm
Realisierung der OPEC-Kürzung zweifelhaft
Globale Rezession
Goldman & Sachs prognostiziert 27 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise folgen dem Weltmarkt. Die Hoffnung auf eine laufende Wirtschaft lässt den Ölpreis stark steigen. Der Heizölpreis macht diese Bewegung mit. Nachdem er in den letzten Tagen vom Anstieg der letzten Woche teilweise zurückgekommen war, geht es jetzt wieder aufwärts. Im Inland wurde ebenfalls verstärkt gekauft. Es geht die Angst um, dass die Energiepreise nun doch wieder stärker steigen werden. Die Lieferzeiten normalisieren sich weiter. Um automatisiert informiert zu sein, raten wir zur Verwendung unseres Preisalarms.

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