Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


G7 und europäischer Rettungsplan

Am Wochenende haben sich die Finanzchefs der G7 (sieben der größten westlichen Industrienationen) und auch die Regierungschefs Europas getroffen und eine gemeinsame Strategie erarbeitet. Beim G7-Treffen wurde noch sehr wage von einer Rettungsabsicht gesprochen. Die europäischen Regierungschefs haben dann doch noch Nägel mit Köpfen gemacht und eine europaeinheitliche Vorgehensweise verabredet. Diese sieht staatliche Garantien für Geschäfte zwischen den Banken, den Aufkauf von Risikoanlagen, eine Rekapitalisierung von Banken (Teilverstaatlichung) und eine Änderung der Rechnungslegungsvorschriften vor. Deutschland wird versuchen, die nötigen Gesetze in dieser Woche zu verabschieden. Dies soll eine weitere Belastung von der realen Wirtschaft verhindern. Der Ölmarkt honoriert diese Bemühung mit einer abwartenden Haltung. Eigene Einflüsse kann die Ölwelt nicht auf die Preisbildung durchsetzen. Es bleibt die zumindest indirekte Belastung der Wirtschaft durch sich verschuldende Staaten, sodass mit einer daniederliegenden Wirtschaft auch der Ölverbrauch sinken wird und demnach die Ölpreise weiter fallen könnten. Der Dollar ist gegenüber dem Euro wieder gefallen. Aber auch hier sind aussagekräftige Meldungen neben der Finanzkrise nicht auszumachen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Schäden durch Ike werden Ölversorgung lange beeinflussen
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
OPEC kürzt Überproduktion
Produktionskosten steigen
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Finanzkrise
US-Bestandsdaten
Weltweite Finanzkrise
Sinkende Konjunktur
EIA, IEA und OPEC senken Nachfrageprognosen
Chinas Nachfrage wächst deutlich langsamer
Charttechnik: Ölpreis im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise haben am Wochenende einen niedrigen Stand gehabt. Wie sich die Woche weiter entwickeln wird, hängt vom Geschehen an den Aktienbörsen ab. Die erreichten Preise gelten allgemein als günstig. Sie liegen wegen der weiterhin hohen Inlandsnachfrage immer noch über dem Weltmarktniveau. Kunden müssen darauf achten, dass die Lieferzeiten sehr lang sind. Wer laufend über die Preisentwicklung informiert sein möchte, ohne das Internet zu konsultieren, sei auf unseren Email-Dienst Preisalarm verwiesen.

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