Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Gegenbewegung fertig?

Die Nachrichtenlage lässt wenig Phantasie für einen nennenswerten Preisrückgang. Allein das Hauptthema ? die Irakkrise ? wird in den kommenden Wochen weitere Nervosität erzeugen. Wie verhält sich Saddam Hussein? Welche Schlüsse zieht George Bush aus diesem Verhalten? Wenn es zu einem Krieg kommen sollte, ist dieser im Januar zu erwarten. Bis dahin bleiben die Preise auf alle Fälle unter psychologischem Feuer.

Die weiteren Themen ? wenn sie denn Beachtung finden ? sollten die Preise ebenfalls oben halten. Kalte Temperaturen in den US-Regionen mit hohem Heizölverbrauch. Ein drohender Streik in Venezuela, der sich gegen den Präsidenten richtet. Und schließlich die aktuellen Daten des API über die Vorratslage in den USA.

Das Institut meldete heute Nacht:

Rohöl verliert 0,1 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht nun 8% unter dem Vorjahresbestand.
Heizöl und Diesel verlieren 3,7 Mio. Barrel zur Vorwoche und stehen 11% unter dem Vorjahresbestand.
Benzin gewinnt 2,4 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht damit 5,1% unter dem Vorjahresbestand.

Heizöl kann im bevorstehenden Winter zu einem Problem werden. Die anderen Werte lassen keine neuen Erkenntnisse zur Vorwoche zu. Insgesamt ist die Vorratslage mit Blick auf die Preise alles andere als beruhigend.

So kann man den gestrigen Preisrückgang in der Tat nur als charttechnische Korrektur interpretieren. Heute Morgen wird dieser Rückgang bereits wieder egalisiert. Für die Tonne Gasöl müssen Sie in Rotterdam 228$ bezahlen. Das ist das Niveau von vorgestern.

Unser Heizölpreis quittiert die Vorgabe mit Anstieg. Insbesondere aus Sorge über die weiterer Entwicklung in und um den Irak sind wird der Meinung, dass sich Verbraucher, deren Vorräte nicht sicher über den Winter reichen, jetzt eindecken sollten. Vermutlich werden Sie in den kommenden Wochen mehr für Heizöl bezahlen müssen als heute.

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