Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Geldgurus gewinnen

Die Konjunkturaussichten verbessern sich. Das Gesamtniveau der Wirtschaft ist allerdings schwach, die Kapazitätsauslastung ist niedrig, die US-Einzelhandelsumsätze sanken im September. Zwei Sätze, eine Folge. Die Börsen steigen. Seit ihrem Tief im März haben die Leitindizes der wichtigen Börsen über 50 Prozent zugelegt. Der Preis für US-Rohöl ist rund 115 Prozent gestiegen. Gasöl verteuerte sich um gut 70 Prozent. Das geschah, während die Öllager so voll wie noch nie sind. Ein nennenswerter Rückgang der Vorräte ist nicht zu erwarten. Ein nennenswerter Anstieg der Ölpreise wird immer wahrscheinlicher. Und dann auch noch das: „US-Banker bekommen Boni wie noch nie.“ In diesem Jahr soll der Rekordwert von 140 Mrd. Dollar an die Mitarbeiter von Banken und Fonds gezahlt werden. Das ist der Lohn für erfolgreiches Preistreiben. Allen fundamentalen Zusammenhängen zum Trotz befürchten wir nun, nachdem der Rohölpreis in New York die wichtige psychologische Grenze von 75 Dollar deutlich überschritten hat, eine Fortsetzung des Aufwärtstrends der letzten Tage. Der Dollar setzt derweil seinen Abwärtstrend fort.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen höheren Ölpreis
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Kalter Winter vorhergesagt
Atomstreit mit dem Iran
Dollar in Abwärtstrend
Charttechnik: Öl im Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung
Schwache Nachfrage weltweit
Heizölschwemme
Öllager randvoll
Terminmarktaufsicht will Handelsbeschränkungen

Unsere Heizölpreise werden durch den Weltmarkt weiter in die Höhe gezogen. Der Gegenkurs des Dollars bringt kaum Entlastung. Der lange gültige Seitwärtstrend der Preise sieht geschlagen aus. Aus dem kurzfristigen Aufwärtstrend entwickelt sich ein insgesamt höheres Preisniveau. Die letzte Hoffnung dagegen kommt von den US-Vorratsdaten, die heute Nachmittag veröffentlicht werden. Die müssten allerdings eine besondere Überraschung liefern, um der bullischen Gesamtstimmung Paroli bieten zu können. Ein Trost: Vor einem Jahr war Heizöl mehr als 30 Prozent teurer. Und das war beileibe nicht der Höchstpreis des Vorjahres. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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