Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Geldpumpe nein danke

Es gibt Notenbanker, die sich Sorgen über die von ihnen in die Welt gesetzte Geldflut machen. In den USA gibt es dafür Hinweise in den Sitzungsprotokollen des Offenmarktausschusses der FED (US-Notenbank). Einzelne Bedenkenträger sind sogar namentlich bekannt, nicht aus den Protokollen, sondern weil sie sich öffentlich äußern. Hierzulande ist das beispielsweise der Chef der Bundesbank, Jens Weidmann. In den USA ist das Sandra Pianalto, Präsidentin der Cleveland FED. Sie warnen davor, dass das günstige Geld zu neuen Exzessen an den Finanzmärkten und zu Inflation führen könnte. Es sind einsame Rufer, die sich der Geldwertstabilität verpflichtet sehen. Die Mehrheit ihrer Kollegen glaubt, mit mehr Geld mehr Menschen in Arbeit zu bringen (gilt für die USA) oder überschuldete Staaten und Banken zu retten (gilt für Europa). Weder das eine noch das andere ist ihnen bisher geglückt. Die Arbeitslosigkeit in den USA sinkt nicht und die Eurozone samt ihrer Banken ist nicht stabilisiert, ganz zu schweigen von der Arbeitslosigkeit in Europa. Wachstum ist hingegen im spekulativen Finanzzirkus zu sehen. Als Beispiel sei das Engagement in Rohölpapiere der Sorte WTI genannt. Analysten wollen angesichts deutlich gestiegener Ölnotierungen endlich Fakten auf der Nachfrageseite sehen. Die gibt es nicht. In den alten Industrienationen sinkt der Ölbedarf trotz der Geldflut durch die Notenbanken. Der nächste Schweinezyklus deutet sich in ersten Fluchtreflexen von Finanzjongleuren an. Gestern sanken die Ölnotierungen kräftig. Zuviel Geld im System bläst die Preise auf bis die Blase platzt. Die Antwort darauf wird nach bisher gültiger Doktrin noch mehr Geld sein.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
Spannungen in Nordafrika und Nahost
Freundliche Konjunkturzahlen
China wächst immer noch rasant
Kleine Probleme in der globalen Lieferkette

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Genug Öl am Markt
Nachfrage nach OPEC-Öl stagniert

Unsere Heizölpreise geben nach. Dieses Mal waren die Ölbörsen der Taktgeber. Der Dollar hielt dagegen, indem der gegenüber dem Euro stieg. Beide Richtungen könnten sich in den nächsten Wochen festsetzen. Dabei würden vermutlich niedrigere Heizölpreise herauskommen. Aufgrund der widerstrebenden Vorgaben für Öl und Dollar wäre keine starke Bewegung zu erwarten. Jedwede Spekulation über den weiteren Gang der Preise ist gewagt. Bei heftigen Reaktionen an den Börsen würde die Politik erneut eingreifen und einschätzbare Vorgänge stören. Dessen ungeachtet gehe ich davon aus, dass Heizöl im Jahrsverlauf billigere Phasen haben wird. Aktuell ist es immerhin günstiger als vor zwölf Monaten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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