Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Genug Öl im Markt

Die Nachrichtenlage ist dünn. Die Preise zeigten dennoch kräftige Ausschläge. Rund 4% betrug die gestrige Preisspanne bei Heizöl in New York.

Die klare Botschaft bleibt bestehen. Es gibt genug Öl im Markt. Die Lieferungen zogen ersten Schätzungen zu Folge im Mai trotz fortbestehender Kürzungspolitik an. Russland und Norwegen werden definitiv aus der Kürzungsallianz ausscheren.

Dennoch stiegen die Preise gestern am späten Nachmittag. Es herrschte vermutlich Unsicherheit, ob die Daten über die US-Lagerbestände die Lage tatsächlich widerspiegeln werden. So wurden Kontrakte auf fallende Preise in großer Menge wieder glatt gestellt.

Doch die API-Daten bestätigten die gute Versorgung des Marktes mit Öl. Insbesondere die Produktenvorräte konnten zulegen. Da Benzin derzeit als kritische Größe angesehen wird, bekam der Markt durch den angezeigten Aufbau seinen abwärtsgerichteten Preisdruck umgehend zurück. Die Daten i.e.:

Rohöl verlor 2,4 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht nun 1,3% unter dem Vorjahreswert.

Heizöl und Diesel legten um 2,1 Mio. Barrel zur Vorwoche zu und stehen nun 17,1% über den Vorjahresvorräten.

Benzin gewinnt 3 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht damit 5,6% höher als vor einem Jahr in den Lagern.

Der Nutzungsgrad der US-Raffinerien ist zwar nicht überwältigend. Aber im Gegensatz zu den beiden Vorjahren sind sie momentan offensichtlich in der Lage, dem Markt ausreichend Produkte zu produzieren.

Trotz der Vorgabe steht der Gasölpreis heute Morgen mit 194,5$ pro Tonne höher als gestern. Die nächtliche Preisspitze des New Yorker Handels durchschlief er natürlich.

Unser Heizölpreis hat inzwischen das Niveau von Anfang März erreicht. Heute wird er leicht höher starten als gestern. Die Hoffnung auf weiter fallende Preise ist durchaus berechtigt. Eine mögliche Aufwärtskorrektur nach kräftigem Rückgang sollte allerdings immer im Auge behalten werden.

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