Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


George Bush hat wieder einen Plan

Die OPEC schafft es nicht. Das Wetter schafft es nicht. Aber George Bush schafft es. Die Preise wurden nach einer Rede in die Höhe katapultiert. Eigentlich wollte der Präsident mitteilen, wie er den Energieverbrauch zu senken gedenkt. Das wäre dann ein bärisches Argument. Sein Energieminister Bodman fügte der Rede hinzu, dass die USA die strategischen Ölreserven ab sofort binnen 20 Jahren mehr als verdoppeln werden. Dazu kauft man täglich 0,1 Mio. Barrel ein. Das wurde dann bullisch bewertet. Warum das so ist, steht in den Sternen. Denn die Menge entspricht weniger als einem Promille der Nachfrage. Dennoch, die Gegenreaktion auf den Abwärtstrend bekommt neue Nahrung. Wie so oft verläuft die Bewegung am Währungsmarkt umgekehrt. Der Dollar verliert deutlich an Wert nach guten Konjunkturdaten in Europa.

preistreibende (bullische) Einflüsse: USA erhöhen strategische Reserve
Winterliche Temperaturen in den USA
US-Nachfrage leicht gestiegen
Iran könnte wegen der UNO-Sanktionen Ölwaffe einsetzen
Instabile Lage in Nigeria und im Irak
Chinas Ölimporte wachsen um 15%

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Winter bisher ausgefallen
OPEC produziert mehr statt weniger Öl
OPEC machtlos gegen Preisverfall
Heizölverkäufe drastisch gesunken
Markt überversorgt

Unsere Heizölpreise steigen spürbar. Sie folgen dem Weltmarkt. Der folgt den New Yorker Börsianern. Heute gibt es Bestandsdaten. Die Preisrichtung könnte erneut drehen. In vielen Regionen des Binnenmarkts ist der Winter eingezogen. Das macht Belieferungen schwieriger. Die Preise wird es kaum beeinflussen. Die Lieferzeiten können aber länger werden. Trotz des Anstiegs ist das Preisniveau noch immer unerwartet tief.

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