Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Gerücht treibt Preis

Die Notierungen zogen gestern im späten Handel wieder an. Händler machen dafür wankelmütige Äußerungen aus OPEC-Kreisen verantwortlich, wonach die geplante Erhöhung der Liefermengen um 0,5 Mio. Barrel pro Tag nicht erfolgen soll. Angesichts der kleinen Menge darf an der Kraft des Arguments gezweifelt werden. Nicht anzweifelbar ist dagegen die latent vorhandele Stärke des Aufwärtstrends. Es ist zu befürchten, dass er in Kürze wieder durchbricht. Der Dollar verlor gestern an Wert. Er holt zum Gegenschwung in einem seitlich gerichteten Handelsband mit 5% Schwingungsbreite aus.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Förderung nahe am Limit
Raffineriekapazitäten knapp
Weltweites Nachfragewachstum höher als erwartet
Terrorgefahren im Irak und in Saudi Arabien
Lieferfähigkeit der Nicht-OPEC-Länder geringer als erwartet

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Befriedigende Versorgungslage für Rohöl
Gute US-Rohölvorräte
Befriedigende US-Benzin-Vorräte
Befriedigende Vorräte der OECD-Länder

Unsere Heizölpreise ziehen wieder an. Der Weltmarkt will es so. Möglicherweise ist das bereits das Ende der Gegenreaktion auf den starken Preisanstieg im März. Sie hat in der Spitze rund 7,5% Preisnachlass gebracht. Charttechnisch wäre ein größerer Abschwung drin. Doch die Gefahr steigender Preise ist hoch. Sie dämpft die Gewinnchancen einer Spekulation erheblich. Die morgen anstehenden Daten über die US-Bestände können in dieser Lage ausschlaggebend sein.

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