Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Gerüchte über Garantien für Griechenland

Trotz der Tatsache, dass es immer noch Öl im Überfluss gibt und die Quotendisziplin der OPEC-Staaten lausig ist, ziehen die Ölnotierungen weltweit wieder an. Dafür werden neue Wirtschaftsdaten vom Freitag aus den USA verantwortlich gemacht. Insbesondere der US-Einkaufsindex sei unerwartet gestiegen. Auch der Atomkonflikt mit dem Iran unterstützt die Notierungen. Dennoch gehen zurzeit die stärksten Impulse von den Devisenmärkten aus. Der Dollar musste ein paar Federn lassen, nachdem Gerüchte bekannt wurden, denen zur Folge Deutschland Griechenland in Form von Garantien helfen könnte. Griechenland hofft also nicht auf direkte finanzielle Hilfen, sondern darauf, dass eine feste Zusage Deutschlands dazu führen würde, dass die spekulativ erhöhten Risikoaufschläge für griechische Anleihen abgebaut werden könnten. Das Kunststück könnte so funktionieren, dass die KfW griechische Anleihen zeichnet und von der Bundesregierung dafür Garantien erhält. Das Gerücht entstand als Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, in Griechenland am vergangenen Freitag vorstellig wurde. Noch am Sonntag verkündete die Kanzlerin hingegen, dass Griechenland besser geholfen sei, wenn man deutlich machte, dass es die eigenen Hausaufgaben selber machen müsse und diese auch bewältigen könne. In der letzten Woche hatten nahezu alle größeren deutschen Banken bekanntgegeben, keine weiteren griechischen Staatsanleihen zu zeichnen. Und auch die Deutsche Bank wird selber keine weiteren finanziellen Risiken eingehen. Herr Ackermann war lediglich vor Ort, um die Dienste seiner Bank für die nächste Finanzierungsrunde Griechenlands anzubieten. Ungeachtet dessen verlor der Dollar und die Ölpreise zogen an. Für den Euro dürfte das allerdings nur eine Verschnaufpause sein.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Finanzhilfen für notleidendes Griechenland in Aussicht gestellt
Spekulanten wollen hohen Ölpreis
Atomstreit mit dem Iran
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sorge um Stabilität des Finanzsystems
OPEC liefert zuviel Öl
Heizölschwemme
Schwache Nachfrage weltweit
Obama will Banken regulieren
China strafft Geldpolitik
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis

Unsere Heizölpreise steigen erneut. Sie wechseln beinahe täglich die Richtung. Leider sind die Ausschläge nach oben heftiger als die Ausschläge nach unten. Die Preise bewegen sich weiter in einem Zwölf-Monats-Band nach oben. In letzter Zeit hatte sich die Fahrt zwar verlangsamt, so dass man auf eine Seitwärtsbewegung hoffen konnte, aber der langfristige Trend scheint ungebrochen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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