Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Gerangel um Euro geht weiter

Sehr erstaunlich sind die neuen Äußerungen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet. Dieser hatte nach einem Gespräch mit dem Chef der Deutschen Bundesbank Alex Weber erklärt, dass es möglicherweise nötig sei, eine Kapitalerhöhung bei der EZB durchzuführen. Die EZB kauft seit einiger Zeit europäische Staatsanleihen. Zurzeit belaufen sich die Ankäufe auf ein Volumen zwischen 70 und 80 Mrd. Euro. Kaum der Rede wert. Der Vorgang als solcher darf als Sündenfall bezeichnet werden und Weber hatte auch so getan. Vor einigen Tagen machte dann die Zahl von ca. 1000 Mrd. Euro die Runde. Laut Trichet könnte die EZB in diesem Ausmaß europäische Staatsanleihen kaufen. Allerdings kann dieses lautstarke Gezerre nur bedeuten, dass mehr Druck auf die Regierungen aufgebaut werden soll, um den EU-Rettungsschirm zu vergrößern. Eine Aufstockung des Eigenkapitals der EZB ist im Gegensatz zu einer Aufstockung des Rettungsschirms finanziell eine billige Lösung. Politisch ist sie heikel. Sie deckt die Uneinigkeit der Euro-Länder auf. Insbesondere Deutschland lässt wieder einmal die ihm gebührende Führung vermissen. Das wiederum schwächt den Euro am meisten und das ist schlecht für den deutschen Heizölverbraucher.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Asien fragt mehr Ölprodukte nach
Freundliche Wirtschaftsdaten aus den USA und aus China
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Winterliches Heizen

preisdrückende (bärische) Einflüsse: China wird Leitzins anheben müssen
Ölnachfrage der OECD-Länder schwach
Euroraum im Schuldendrama

Unsere Heizölpreise zogen gestern nur wenig an. Die Entwicklung der Ölnotierungen und der Devisen war untereinander und für sich genommen uneinheitlich. Gute Konjunkturdaten stützen den Ölpreis. An den Devisenmärkten geht es gerade wie auf einer Achterbahn zu. Heute Morgen steigt der Dollar. Dafür fällt der Ölpreis. Am Ende bewegt sich wenig. In eine sich andeutende Gegenbewegung bei den Heizölpreisen können wir nur wenig Hoffnung legen. Nun noch ein Hinweis in eigener Sache. Damit wir unseren Dienst verbessern können, möchten wir Sie bitten unsere Qualitätsinitiative zu unterstützen und einige unserer Fragen zu beantworten: Zur Umfrage

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