Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Gewalt eskaliert wieder

Der gestrige Handelsverlauf war über lange Zeit von den als neutral bewertenden Daten über die US-Lagersituation bestimmt. Es gab widersprüchliche Angaben zum Rohöl- und zum Benzin-Vorrat in den Veröffentlichungen von API und DOE. Laut API stieg Rohöl während Benzin fiel. DOE meldet das Gegenteil.

Damit bleibt die Frage, ob eine Benzinverknappung droht, die den gesamten Ölmarkt unter bullischen Einfluss stellen würde, weiter offen.

Die Preisentwicklung erachtete die Unterschiede zwischen API und DOE als unwesentlich. Sie machte das, was sich bereits andeutete. Sie konsolidierte nach den kräftigen Zuwächsen der vergangenen Tage. Dabei fand Gasöl sein Niveau an der 200$-Marke.

Gegen Abend zogen die Preise dann kräftig an. Der Markt geriet unter den Einfluss des Terrors in Israel und Palästina. Die Spirale der Gewalt mit Aktion und Gegenreaktion dreht sich wieder schneller. Das lässt abermals die Sorge aufkommen, dass in der arabischen Welt die Bereitschaft zum Einsatz der Ölwaffe wächst. In den siebziger Jahren hatten die arabischen Ölproduzenten die US-Wirtschaft durch politisch motivierte Lieferboykotte in große Bedrängnis gebracht. In der Folge litt die Wirtschaft aller Industriestaaten.

Nach dem ersten Impuls fiel der Preis im späten Handel auf neue Tagestiefs. Bis heute Morgen stieg er wieder auf den Startkurs von gestern an. Gasöl kostet in Rotterdam aktuell 199,25$. Die Bewegung zeigt, welche Nervosität die politischen Nachrichten in die Märkte tragen. Diskussionen über marktkonforme Mengen geraten da schnell in den Hintergrund.

Unser Heizölpreis bleibt annähernd unverändert. Er befindet sich auf das Jahr bezogen klar auf mittlerem Niveau. Der Markt sieht momentan offensichtlich noch keine deutlichen Zeichen, um sich für eine Richtung der Preisbewegung zu entscheiden. Wir halten die Wahrscheinlichkeit, dass er sich nach einer Konsolidierung aufwärts bewegt, für größer.

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