Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Gezockt bis zum Schluss

Gerüchte bestimmten das Wochenende. In einigen Gerüchten ging es um die Beteiligung der Banken an der Griechenland-Pleite. Möglicherweise sollen sie doch nicht auf ihre Kredite verzichten. Andere Gerüchte kreisten um Merkel und Sarkozy, die einen kleinen Klub gründen wollen, in dem nur gewisse Euro-Länder sich gegenseitig Schützenhilfe bei der weiteren Verschuldung zusagen. Ein drittes Gerücht besagt, dass ein erstes Euro-Land noch vor Nikolaus zusammenbricht. Auch noch nicht in trockenen Tüchern ist ein Kredit vom IWF an Italien mit einem Volumen in Höhe von 600 Mrd. Euro. Alles in allem keine stabile Ausgangslage für eine Erholung des Euro. So fiel er auch am Freitag weiter. Heute Morgen steigen die Notierungen höher in den Handel ein. Der Euro wird leicht gestärkt gehandelt, aber leider auch die Ölnotierungen. Man kann lamentieren wie man will. Die Ratingagenturen sind schuld. Die Finanzmärkte sind schuld. Die Banken sind schuld. Letztendlich kann das jetzige deutsche Finanzsystem mit einem Zins und Zinseszins und einer Geldschöpfung durch Kreditvergabe nicht bis in alle Ewigkeit funktionieren. Jetzt können wir warten, bis es zusammenbricht oder es wird reformiert. Wie häufig scheint die dritte Möglichkeit genutzt zu werden. Es wird verschleiert und verschleppt so lange es geht. Für den Euro und Deutschland kann dies noch eine ganze Weile funktionieren, aber helfen wird es nicht. So lange das Misstrauen einigen Euro-Mitgliedsstaaten entgegenschlägt, ist keine Besserung in Sicht. Für den deutschen Heizölverbraucher sind deswegen auch erheblich niedrigere Heizölpreise alsbald nicht zu erwarten.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Streit um Iranisches Atomprogramm
Gute Wirtschaftsdaten aus China
US-Bestände sinken
OPEC erhöht Nachfrageprognose
Ölkonsum der Wachstumsländer wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Staatsschulden in den alten Industrienationen
Negative Konjunkturerwartungen in EU und USA
Schwache Nachfrage der reifen Industriegesellschaften
Libyen baut Produktion rasch wieder auf
Plausible Sanierungsrezepte zur Schuldenkrise fehlen

Unsere Heizölpreise geben nach. Lang-, mittel- und kurzfristig weisen die Trendkanäle allerdings aufwärts. Es gibt wenige Anhaltspunkte dafür, dass sich daran in kurzer Zeit etwas ändert. Es sei denn, dass man einigen der oben genannten Gerüchte Glauben schenkt. Weil weder von der Politik, noch aus der Wirtschaft Wunder zu erwarten sind, empfehlen wir, den eigenen Verbrauch zu senken. Dabei sollte man die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit untersuchen. Wir empfehlen unseren elektronischen Peilstab in Verbindung mit unserem kostenlosen Angebot www.esytrol.com, mit dem Sie temperaturbereinigt Ihren Verbrauch protokollieren können.

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