Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Griechenland fordert Hilfen ein

Es zeichnete sich schon seit einigen Tagen ab. Griechenland kann sich nicht mehr an den Finanzmärkten refinanzieren. Am vergangenen Freitag bat der griechische Ministerpräsident Papandreou vor malerischer Kulisse um die vereinbarten Finanzhilfen. Der Euro erholte sich daraufhin, weil das Wetten auf ein Ereignis, das bereits eingetreten ist, wenig sinnvoll ist. Daneben gab es wieder gute Zahlen aus der US-Wirtschaft zu vermelden, die für einen Anstieg der Ölnotierungen sorgten. Ebenfalls wird die Bohrinsel-Katastrophe im Golf von Mexiko als preistreibend thematisiert. Langfristig bleiben die großen Themen bestimmend. Diese sind der Wirtschaftsaufschwung in China, die Bankenregulierung insbesondere in den USA und die staatliche Schuldenfrage. Bereits am Donnerstag hielt US-Präsident Obama an historischer Stelle in New York eine werbende Rede für seine Pläne der Bankenregulierung. Die größten Probleme der Finanzkrise waren die Komplexität einiger Finanzprodukte, der undurchsichtige Interbankenhandel und der Eigenhandel der Banken. Mit diesem Teil verdient z.B. die Bank Goldman Sachs am meisten Geld. Und es war Abraham Lincoln, der an besagter Stelle für die Abschaffung der Sklaverei warb. Eine Form der Bankenregulierung wird kommen. Allerdings sind die Vermögensverwalter von heute nicht so „leicht“ zu bekämpfen, wie die Sklavenhändler. Damals folgte ein Bürgerkrieg.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Konjunkturoptimismus
Spekulanten wollen hohen Ölpreis
Nachfrage steigt moderat
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Atomstreit mit dem Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Hohe US-Lagerbestände
Nachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl
Drohende Betrugsklagen gegen Investmentbanken
China müsste Geldpolitik straffen
Sorge um Stabilität des Finanzsystems

Unsere Heizölpreise steigen weiter. Zurzeit kommt der Auftrieb nur noch von den Ölbörsen, da sich der Euro etwas erholen konnte. Aber nachdem Griechenland jetzt gefallen ist und wieder frisches Geld in den Finanzmarkt gepumpt wird, werden nun auch Irland und Portugal folgen. Außerdem muss ein Umstand immer wieder betont werden. Es sind nicht die Griechen, die das Geld bekommen. Es sind die Gläubigerbanken Griechenlands und die können damit wieder gegen den nächsten Euro-Staat spekulieren. Für eine ordentliche Gegenbewegung sehen wir bei Ölpreisen und Euro kaum Chancen. Es wird immer wieder Ausreißer in die eine oder andere Richtung geben, andernfalls wird an den Börsen kein Geld verdient. Es ist also wichtiger als sonst, die Heizölpreise eng zu verfolgen, um wenigstens die Tagesbewegungen nutzen zu können. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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